• 20.01.2012, 09:43:37
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Schulhof-Garage zerstört Vertrauen und Kooperation zwischen den Schulen

Elternverein der Hernalser Volksschule Kindermanngasse schließt sich dem Protest an

Wien (OTS) - Das Garagenprojekt unter dem Schulhof des GRG 17
Geblergasse wird seit über zwei Jahren von betroffenen Eltern,
SchülerInnen und LehrerInnen heftig bekämpft. Nun setzen sich auch
die Elternvereine umliegender Volksschulen zur Wehr, die eine massive
Benachteiligung ihrer SchulabgängInnen fürchten. "Wir Eltern, die
nach der Volksschule eine Nachfolgeschule suchen, sehen in dem
Garagenprojekt eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsschädigung
für die Kinder. Der grüne Schulhof ist unverzichtbar als
Ausgleichsraum für stundenlanges Lernen im Sitzen!" ist Bettina
Iwaniewicz, Obfrau des Elternvereins der Volksschule Kindermanngasse
überzeugt. Der Elternverein fordert heute in einem Offenen Brief die
Präsidentin des Stadtschulrats, Susanne Brandsteidl, sowie Stadtrat
Christian Oxonitsch und die Bezirksvorstehungen von Wien 16 und Wien
17 auf, den Bau der Garage zu verhindern.

Im Schreiben an die Stadt- und Bezirksverantwortlichen
veranschaulichen die Eltern die Auswirkungen des Garagenbaues auf
ihre Kinder und fordern den sofortigen Stopp der Planungen. "Obwohl
der Stadtschulrat dem Garagenbau in einer unter Verschluss gehaltenen
Stellungnahme zustimmte, informierte er uns Eltern der VS
Kindermanngasse nicht von den zu erwartenden Beeinträchtigungen für
zukünftige Geblergassen-Kinder", ärgert sich Iwaniewicz.

Schon jetzt stehen den Hernalser Schulkindern zu wenige Sport- und
Pausenplätze zur Verfügung. Dem vom Bezirk beschlossenen Verlust
zweier Schulsportplätze durch die Errichtung der Garage, steht kein
einziger neu geschaffener Bewegungsraum für SchülerInnen gegenüber.
"Wir wollen, dass der Stadtschulrat für unsere Kinder da ist! Erst
Bewegungraum für Kinder, dann Stehraum für Autos!", fasst Iwaniewicz
die Forderungen der Eltern zusammen.

Viele Eltern schätzen die Qualität des Unterrichts am GRG 17 und das
Bewegungsangebots im attraktiven Schulhof sehr. "So stelle ich mir
eine ernst gemeinte Ganztagsklasse vor", meint Susanne Krumböck,
deren Sohn die dritte Klasse in der VS Kindermanngasse besucht. In
den vergangenen Jahren wechselten zahlreiche AbsolventInnen der
Kindermanngasse - teilweise halbe Klassenverbände mit sozial
gefestigten Strukturen - in das nahe gelegene GRG17 Geblergasse. Nun
entscheiden sich viele Familien für eine andere Schule, was den
Andrang auf die umliegenden Gymnasien erhöht. "Die Ungereimtheiten um
die Baustelle lässt mich das Schlimmste befürchten. Meine Tochter
werde ich deshalb lieber in einem anderen Gymnasium anmelden", so
Nikolaus Kirstein, dessen Tochter damit einen weit längeren Schulweg
auf sich nehmen muss.

Offener Brief zum Download:
http://www.rettetdenschulhof.at/docs/evkindermanng.pdf

Rückfragehinweis:
Bettina Iwaniewicz, Obfrau Elternverein VS Kindermanngasse, Tel. 0660 544 5052
Nikolaus Kirstein, Vater, Tel. 0699 1957 5048
Susanne Krumböck, Mutter und Elternvertreterin, E-Mail: [email protected]

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