- 19.01.2012, 14:12:49
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Leitner/Blachfellner: Salzburger Wohnbauförderungsmodell kann beispielgebend für Niederösterreich sein
Durch die steigende Bevölkerungsentwicklung in Niederösterreich brauchen wir vermehrt leistbaren und günstigen Wohnraum
St. Pölten, (OTS/SPI) - "Niederösterreich braucht als wachsendes
Bundesland vermehrt günstigen Wohnraum für junge Familien, aber auch
für die ältere Generation. Viele Regionen Niederösterreichs,
insbesondere in den Ballungsräumen, verzeichnen eine steigende
Bevölkerungsentwicklung. Leider hinkt gerade in diesen Regionen die
Errichtung von Neubauwohnungen hinten nach. Leistbarer Wohnraum ist
dort bereits Mangelware", so Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Sepp
Leitner anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem
Salzburger Wohnbaureferenten Landesrat Walter Blachfellner. Nachdem
zuletzt mehrfach von politischer Seite starke Kritik am
niederösterreichischen Wohnbaumodell geübt wurde, warnt nun seit
längerer Zeit auch die Bauwirtschaft vor drohenden Wohnungsengpässen
und Mietkostenerhöhungen durch die massiven Kürzungen bei der
Wohnbauförderung.
"In intensiven Verhandlungen wurde im Jahr 2011 durch die SPÖ
Niederösterreich in einem ersten Schritt erreicht, dass zukünftig
jährlich mindestens 500 Millionen Euro für den Wohnbau durch das Land
Niederösterreich investiert bzw. die Finanzierung von 2.500
Wohneinheiten pro Jahr garantiert wird. Damit werden nicht nur
wichtige Arbeitsplätze in der Baubranche gesichert, sondern auch für
das sozial leistbare Wohnen ein bedeutender Beitrag geleistet. Als
nächstes gilt es jetzt unbedingt, die Finanzierung des Wohnbaus in
Niederösterreich unabhängiger von Finanzmärkten und Banken zu
gestalten und damit für die Zukunft abzusichern. Nur so bleibt auch
für kommende Generationen gewährleistet, dass neue Wohnungen zu
akzeptablen Konditionen errichtet werden können", so Leitner.
Als Konzeptvorlage für diesen neuen Weg in der Wohnbaufinanzierung
soll der Landeswohnbaufonds des Bundeslandes Salzburg dienen. Dort
ist es durch die Schaffung eines eigenen Fonds gelungen, die
Bauleistung massiv zu steigern und die Mieten zu reduzieren. Die
Finanzierung sämtlicher Förderungsmaßnahmen erfolgt in Salzburg
ausschließlich durch die Gewährung von verzinslichen
Förderungsdarlehen. Durch die Rückführung von Zinsen und Kapital für
die gewährten Förderungsdarlehen stehen dem Landeswohnbaufonds neben
den Ertragsanteilen jährlich wachsende Beträge zur Verfügung. "Als
ich 2004 das Wohnbauressort übernahm, waren bereits 75 Prozent der
Wohnbaumittel für die Schuldenrückzahlung verplant. Die Mieten waren
zu hoch und waren deshalb für die Menschen kaum leistbar. Auch die
Anzahl der geförderten Wohnungen war zu gering. Mein politisches Ziel
war es daher, die Entschuldung durchzuführen, um eine langfristige
Unabhängigkeit, eine Reduktion der Anzahl der Wohnungssuchenden,
günstigere Mieten und eine Steigerung der Bautätigkeit im Bundesland
Salzburg schaffen zu können", so LR Walter Blachfellner.
"Mit der Umstellung der Finanzierung wurde es nun möglich, dass im
Jahr 2011 280 Millionen Euro investiert und 1.336 Wohnungen übergeben
wurden. Seit Bestehen des Salzburger Landeswohnbaufonds wurden
4.000 Familien oder Einzelpersonen, die sonst keine Wohnung bekommen
hätten, wohnlich versorgt. Der Salzburger Landeswohnbaufonds ist als
Modell in dieser Form einzigartig. Der Fonds ist zudem der größte
Arbeitgeber des Landes. Mit ihm werden rund 9.000 Arbeitsplätze in
der heimischen Bauwirtschaft geschaffen bzw. gesichert. 2012 werden
305 Millionen Euro im Bereich der Wohnbauförderung im Bundesland
Salzburg eingesetzt", so Blachfellner. "Das Salzburger Modell kann
ein Vorbild für Niederösterreich sein, um leistbaren und günstigen
Wohnraum anbieten zu können", so Leitner und Blachfellner
abschließend.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis:
SPNÖ-Landesregierungsfraktion/SPNÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Fiala, Pressesprecher LHStv. Dr. Sepp Leitner
Tel.: 02742/9005 DW 12794, Mobil: 06642017137
mailto:[email protected]
www.noe.spoe.at
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