- 19.01.2012, 12:10:01
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Junge Industrie: Denkverbote von ÖGB und AK bei Pensionspolitik inakzeptabel
JI-Bundesvorsitzende Niss: Prinzipielle Blockadehaltung verhindert sozial gerechte, nachhaltige Lösungen - Höhere Abschläge bei Frühpensionierungen dringend notwendig
Wien (OTS/PdI) - Es sei "vollkommen unverständlich und
verantwortungslos", dass ÖGB und AK bereits im Vorfeld ihrer morgigen
Konferenz "strikte Denkverbote in der Pensionspolitik erteilen
wollen", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie Dr. Therese
Niss. "ÖGB und AK handeln in höchstem Maße unsozial, wenn sie
jegliche Änderungen im Pensionsbereich von vornherein torpedieren
wollen. Die Rechnung für diese ewiggestrige Reformverweigerung werden
wir Jüngeren und sogar noch unsere Kindeskinder bitter bezahlen
müssen", so Niss. Höhere Abschläge bei Frühpensionierungen habe auch
die OECD wiederholt empfohlen. "Es geht hier ja nicht um brutale
'Pensionskürzungen' wie ÖGB und AK immer wieder darstellen wollen,
sondern nur um die Erhöhung der bestehenden Abschläge auf ein
versicherungsmathematisch sinnvolles Niveau."
Auch beim Thema Frauenpensionsalter zeige sich die "unsoziale und
ungerechte Grundhaltung" von AK und ÖGB: "Für viele Frauen ist das
frühere Pensionsantrittsalter längst eher eine Belastung, viele
Frauen wollen länger arbeiten." Der erzwungene frühere
Pensionsantritt verhindere zudem oft gerade in den letzten
Arbeitsjahren wichtige Karriereschritte bei Frauen - dies sei auch
mit ein Grund für die geringeren Gehälter und Pensionen bei Frauen.
"Unterm Strich ist es aber sowieso so, dass wir es uns im
Pensionsbereich längst nicht mehr leisten können, nicht an allen
verfügbaren Schrauben zu drehen. Die frühere Angleichung des
Frauenpensionsalters, die immerhin rund 700 Mio. Euro bringen kann,
muss ein Teil eines solchen Gesamtpakets sein." Im Rahmen eines
solchen Pakets müsste einmal auf jeden Fall die "Hacklerregelung"
ersatzlos abgeschafft werden. Zudem müssten alle Schlupflöcher
geschlossen werden. Es sei nämlich blauäugig zu glauben, dass die
Menschen nicht weiter in die Frühpension drängen würden, solange sie
dazu die rechtliche Möglichkeit haben. Abschließend appellierte die
JI-Bundesvorsitzende an AK und ÖGB "endlich zu erkennen, dass
Schuldenmachen nicht sozial ist und sein kann. Wir haben in
Österreich sicher nicht zu wenige Einnahmen, wir müssen nur aufhören,
vorhandene Budgetmittel auf unsolidarische Weise in ineffizienten
Strukturen zu verbrennen."
Rückfragehinweis:
Junge Industrie Mag. Martin Amor Bundesgeschäftsführer Tel.: +43 1 71135-2309 mailto:[email protected] www.jungeindustrie.at
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