- 19.01.2012, 11:55:26
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AKNÖ-Konsumentenschutz erkämpfte 2011 über eine Million Euro
Spitzenreiter sind Probleme bei Telefonie, Finanzen und Werbefahrten
Wien (OTS) - Über eine Million Euro hat der AKNÖ-Konsumentenschutz
im Vorjahr für die NiederösterreicherInnen erkämpft. Die größten
Probleme gab es rund um Telefonie und Finanzdienstleistungen.
1.175.035 Euro - diesen Betrag haben die AKNÖ-KonsumentenberaterInnen
für Niederösterreichs KonsumentInnen im Vorjahr gesichert. 2.628 Mal
mussten die AKNÖ-ExpertInnen bei Firmen intervenieren, weil diese
nicht bereit waren, auf berechtigte Anliegen zu reagieren. In sieben
Fällen unterstützte die AKNÖ ihre Mitglieder vor Gericht. 38.602
KonsumentInnen aus Niederösterreich haben sich über die Hotline der
KonsumentenberaterInnen telefonisch beraten lassen. In 9.151 Fällen
war ein persönliches Gespräch nötig, um eine Lösung zu finden.
Neue Datenbank gegen Werbefahrten
Überhöhte Handyrechnungen, horrende Summen für Datendienste sowie
ungebetene Werbeanrufe (Cold Callings) machten 2011 viele
KonsumentInnen ratlos. 4.887 NiederösterreicherInnen wandten sich
deshalb an die AKNÖ. Im Bereich Internet gab es Probleme mit
vermeintlichen Gratisangeboten zu Softwaredownloads oder Bestellungen
übers Internet, die nie geliefert wurden. Hier holten sich 2.561
NiederösterreicherInnen Rat. Auch mit Werbefahrten hatten
AKNÖ-KonsumentenberaterInnen jede Menge zu tun. Um den dubiosen
Machenschaften der dahinter stehenden Firmen einen Riegel
vorzuschieben, richtete die AKNÖ im November 2011 in Kooperation mit
dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, der
Arbeiterkammer Wien, dem Land Niederösterreich und dem Land
Burgenland die "Hände weg von Werbefahrten"-Datenbank ein
(www.haendewegvonwerbefahrten.at). Die umfassende Datenbank gibt
Auskunft über jene Firmen, von denen KonsumentInnen am besten die
Hände lassen sollten. Alleine im November wurde die Datenbank über
die AKNÖ-Homepage ganze 25.000 Mal aufgerufen. "Die aktuellen Zahlen
belegen: Im Bereich Konsumentenschutz ist nicht nur Beratung sondern
auch Prävention wichtig. Die AKNÖ-ExpertInnen halten regelmäßig
Vorträge an Schulen, um Jugendliche über ihre Rechte und Pflichten
als KonsumentInnen aufzuklären", berichtet AKNÖ-Direktor Mag. Helmut
Guth.
Dauerbrenner Finanzdienstleistungen
Der Hauptteil der insgesamt 4.954 Anfragen drehte sich um Kredite
(4.303) und Veranlagungen (651). Dabei sorgten vor allem
Fremdwährungskredite für Kopfzerbrechen. Nach einem Höhenflug des
Schweizer Franken hat die Schweizer Nationalbank im September 2011
einen Wechselkurs von 1,20 Franken je Euro festgelegt. Doch die große
Erleichterung kam damit nicht. "Die meisten Kredite sind endfällig
und an einen Tilgungsträger gebunden. Die Tilgungsträger hinken schon
seit über einem Jahrzehnt hinter den Prognosewerten hinterher.
Außerdem ist nicht davon auszugehen, dass die Kursfixierung über
Jahre hinweg aufrecht erhalten werden kann", erklärt der Leiter der
AKNÖ-Konsumentenberatung Herwig Rezek. Damit blieb die Fixierung des
Schweizer Franken für viele KreditnehmerInnen nur ein Tropfen auf dem
heißen Stein.
Turbulentes Jahr für Reisende
Interventionen bei Reiseveranstaltern hatten 2011 wieder Saison. Die
meisten der insgesamt 1.496 Anfragen drehten sich um Pauschalurlaube
und Flugreisen. Thema Nummer eins war das Reisestorno. Wegen der
unsicheren Lage in Nordzypern wollten beispielsweise viele besorgte
Eltern die Maturareise ihrer Kinder nach Nordzypern stornieren,
Überflutungen in Thailand ließen für einige NiederösterreicherInnen
den Urlaub ins Wasser fallen. Auch die politischen Umbrüche in
Nordafrika beschäftigten die AKNÖ-KonsumentenberaterInnen. Bis Juni
2011 drehten sich 20 Prozent der Anfragen um Reisestornos von
Ägypten- oder Tunesienurlauben.
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Linda Michalech
Telefon: 01/58883-1248
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