OTS0095   19. Jan. 2012, 11:30

Brauner: Die Seestadt wächst - erste Dachgleichenfeier in Aspern

Halbzeit beim Bau des Technologiezentrums "Aspern IQ" der Wirtschaftsagentur Wien


Nach 26 Wochen Bauzeit und insgesamt 70.000
unfallfreien Arbeitsstunden ist es soweit: der Rohbau des
Technologiezentrums Aspern IQ steht. Und somit steht auch das erste
Gebäude auf dem 240 Hektar großen zukünftigen Stadtteil Seestadt
Aspern. Um sich bei den Bauarbeitern und dem gesamten Team für den
reibungslosen Ablauf zu bedanken, wurde am 19. Jänner 2012 die
Gleichenfeier gemeinsam mit Vizebürgermeisterin und
Wirtschaftsagentur-Präsidentin Renate Brauner begangen.

Mit dem Technologiezentrum Aspern IQ entwickelt die
Wirtschaftsagentur Wien ein hochmodernes Arbeitsumfeld für
Unternehmen und forschungsorientierte Einrichtungen aus dem Bereich
der nachhaltigen Technologieentwicklung in der Seestadt. Insgesamt
entstehen auf rund 8.000 Quadratmeter multifunktionale Flächen. Mit
diesem "Zukunftshaus" verwirklicht die Wirtschaftsagentur Wien eine
der energieschonendsten Gewerbeimmobilien der Stadt. Nach seiner
Fertigstellung im September 2012 wird das Aspern IQ mehr Energie
produzieren als verbrauchen.

"Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es wichtig,
gezielt in Wachstum und in zukunftsschaffende Projekte zu
investieren, um eine Abwärtsspirale zu vermeiden - der Bau des Aspern
IQ ist damit Teil der Wiener Wachstumsoffensive. Hier entstehen 250
Arbeitsplätze für die angewandte Forschung und die Entwicklung neuer
Technologien. Umwelttechnik und nachhaltige Technologieentwicklung
haben als Branchen ein enormes Wachstumspotential und werden in den
kommenden Jahren und Jahrzehnten in besonderem Maße Innovationen
nachfragen. Mit dem Aspern IQ schaffen wir ein Arbeitsumfeld, das
Spitzenleistungen in der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in diesem
Bereich ermöglicht", so Brauner.

Modernste Technik für maximalen Umweltschutz

Mit dem Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowohl bei der
Errichtung und auch im späteren Betrieb des Technologiezentrums
übernimmt die Wirtschaftsagentur Wien eine Vorreiterrolle für
zukünftige Projekte in der Seestadt. Das Gebäude wird mit so
genanntem Öko-Beton errichtet, der gegenüber herkömmlichem Beton um
bis zu 80 Prozent weniger CO2-Emissionen verursacht. Auch der
verwendete Zement ist speziell nach ökologischen Kriterien entwickelt
und verringert maßgeblich die Umweltbelastung. Auf den Einsatz des
Kunststoffs PVC wird im Bauvorgang gänzlich verzichtet. Schutt und
Abfall werden direkt auf der Baustelle getrennt und über eine
Sortierinsel entsorgt.

"Mit dem Aspern IQ setzt die Wirtschaftsagentur Wien einen
wesentlichen Impuls für die Positionierung der Seestadt als urbanen
Lebensraum des 21. Jahrhunderts. Wir übernehmen dabei ganz bewusst
die Vorreiterrolle als erster Bauherr in der Seestadt. Es ist eine
unserer Kernaufgaben, Innovation in der Stadt nicht nur zu fördern,
sondern auch die entsprechende Infrastruktur für modernste Forschung
und Technologien bereitzustellen", so
Wirtschaftsagentur-Geschäftsführer Gerhard Hirczi. Der
Plus-Energie-Standard des Gebäudes wird durch die Kombination
zahlreicher Einzelmaßnahmen wie die luftdichte Gebäudehülle,
integrierte Photovoltaikelemente und Kleinwindkraftanlagen erreicht.

Für die zukünftigen Mietparteien bietet das Technologiezentrum Aspern
IQ zahlreiche Vorteile wie beispielsweise die deutlich geringen
Betriebs- und Energiekosten im Vergleich zu herkömmlichen
Büroimmobilien sowie das durch schadstofffreie Bauprodukte besonders
gesunde Raumklima. Elektroautos und Elektrofahrräder können während
des Arbeitstages bequem an der Ladestation im Keller des Gebäudes
aufgeladen werden. Ab 2013 ist das Technologiezentrum zudem direkt an
die U-Bahn-Linie U2 angebunden. Die Wirtschaftsagentur Wien ist mit
mehreren interessierten Unternehmen in Verhandlung.

Noch mehr Neues aus der Seestadt

Im vergangenen Dezember wurde mit der Ausschreibung des ersten
Bauträgerwettbewerbs der Startschuss für den Wohnbau gegeben, 2013
soll mit der Errichtung von 760 Wohnungen begonnen werden. Darüber
hinaus sind im Zuge der Wohnbauinitiative Projekte mit rund 1.500
Wohnungen in Vorbereitung, die an den geförderten Wiener Wohnbau
angelehnt sind.

Gemeinsam mit Wien Energie errichtet die Wirtschaftsagentur Wien in
Aspern außerdem Österreichs größtes Geothermie-Kraftwerk. Bereits ab
2014 kann damit der Heizenergiebedarf für über 40.000 Wohnungen und
Betriebe in Wien gedeckt werden. Jährlich können so rund 130.000
Tonnen CO2 eingespart werden.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0095 2012-01-19 11:30 191130 Jän 12 NRK0009 0616



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