OTS0034   19. Jan. 2012, 09:36

ÖH: Widerstand gegen StEOP formiert sich

Studierende leiden massiv unter Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP)


Die ÖH hat letzte Woche Studierende dazu aufgerufen,
ihre Erfahrungen mit der StEOP mitzuteilen. Studierende können uns
via E-Mail und ÖH-Homepage ihre Erfahrungen schildern - das hat
mittlerweile schon eine große Anzahl getan. "Es gibt auch eine
Facebook-Gruppe, auf der sich Studierende untereinander ihre Probleme
schildern und sich organisieren - schon am zweiten Tag hatte die
Gruppe über 1000 Mitglieder. Es wurde sehr schnell deutlich, wie
viele Studierende gerade dringend die Möglichkeit brauchen, sich über
ihre Lage auszutauschen. Es herrscht Verzweiflung,
Verständnislosigkeit, Frustration und Enttäuschung über das
Hochschulsystem, von dem sich viele mehr erwartet hätten. Die StEOP
erschwert jungen, motivierten Menschen das Studium und vor allem den
Einstieg in einen wichtigen Lebensabschnitt. Mit Orientierung oder
Überblick hat die StEOP leider oft gar nichts zu tun. Die
Studierenden sind empört und wollen sich das nicht gefallen lassen -
wir werden sie bei ihrem Protest klarerweise unterstützen",
verspricht Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam.

"Die StEOP wurde an den einzelnen Universitäten sehr unterschiedlich
umgesetzt - Lehramtsstudierende hat es beispielsweise besonders hart
getroffen. Meist ist es den StudierendenvertreterInnen gelungen,
einen dritten Prüfungsantritt im Senat durchzusetzen. An der größten
Uni - der Uni Wien - wehrt sich der Senat jedoch hartnäckig gegen die
Argumente der Studierenden", erklärt Martin Schott vom ÖH
Vorsitzteam. "Wer die Knock-Out Prüfungen am Anfang des Studiums beim
zweiten Antritt nicht besteht, ist lebenslang für das jeweilige
Studium gesperrt. Nervosität und Stress stehen in einer solchen
Situation klarerweise an der Tagesordnung."

"Mittlerweile ist uns allen klar geworden, dass es sich bei der STEOP
um Knock-Out-Prüfungen oder Ratespielchen handelt, die in diesem
Ausmaß weder fair noch angebracht sind" - so ein Student. "Die
Studierenden empören sich völlig zu Recht. Es ist unfassbar, dass ein
falsches Kreuz auf einem Antwortbogen über ihre Zukunft entscheiden
soll. Den Studierenden wird schon vor Beginn des eigentlichen
Studiums, die Freude am Studieren genommen. Jetzt schon stehen einige
vor einem "Scherbenhaufen", weil sie den zweiten Prüfungsantritt
ihres gewählten Studiums nicht geschafft haben. Minister Töchterle,
Ministerin Schmied, Ministerin Fekter - können bzw. wollen Sie das
verantworten", fragt Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH. "Es ist
Ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Unis genügend finanzielle und
personelle Ressourcen haben, um jungen Menschen das Studium zu
ermöglichen anstatt sie von Anfang an im Regen stehen zu lassen."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0034 2012-01-19 09:36 190936 Jän 12 NHO0001 0409



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Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
http://www.oeh.ac.at

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