- 19.01.2012, 08:33:48
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Mehr Mehrweg!
Die Österreichischen Abfallwirtschaftsverbände und Kommunen unterstützen die Bestrebungen zur Stabilisierung der Getränkemehrwegquoten
Wien (OTS) - "Wenn heute eine Studie aus Deutschland hier
präsentiert wird, die in einem Überblick über die verschiedenen
Pfandregelungen in Europa zum Ergebnis kommt, dass
Mehrweggetränkegebinde die ökologischere Variante sind, so bestätigt
uns dieses Ergebnis nur in unserer Haltung PRO MEHRWEG", erklärt
Bürgermeister Josef Moser, der Bundesobmann der ARGE Österreichischer
Abfallwirtschaftsverbände, seine Teilnahme an der Pressekonferenz zur
Vorstellung der PWC-Studie. "Bis zum nicht mehr diskutierten Beweis
des Gegenteils, gehen wir davon aus, dass die Mehrwegflaschen
ökologisch günstiger sind - sie brauchen weniger Ressourcen und
verursachen weniger Abfall."
Das Argument der österreichischen Wirtschaftskammer und des
Einzelhandels, dass eine gesetzliche Regelung nicht machbar sei,
zieht nicht mehr, da seit Jahren in Deutschland ein Einweg-Pfand
eingehoben wird.
Das von österreichischen Wissenschaftlern entwickelte
Öko-Bonus-Modell ist für die Gemeinden, Städte und Verbände ein sehr
intelligentes Modell zur Stabilisierung des Mehrweganteils bei
Getränkeverpackungen. "Wir unterstützen explizit die Einführung
dieser Regelung in Österreich", sagt Moser.
"Die Gemeinden und Abfallverbände schauen im Interesse der
Bürgerinnen und Bürger auf das Schließen von regionalen
Wirtschaftskreisläufen", meint Moser. "Wir treten für nachhaltigen
Umweltschutz auch im Bereich des Verbrauchs von Ressourcen ein. Und
Einwegplastikflaschen für Getränke sind eine Vergeudung von
Ressourcen. Macht es Sinn, Mineralwasser aus Italien in
Einwegflaschen zu holen, wenn es in Österreich besseres Wasser in
Mehrwegglasflaschen gibt? Bei CO2 - haltigen Getränken gibt es in der
Glasflasche kein Ausgasen wie bei den Kunststoffflaschen."
Die Erfassungsquoten der verschiedenen Packstoffe sind derzeit laut
Verpackungsverordnung und den Systemgenehmigungsbescheiden recht
unterschiedlich, was die Wettbewerbsstruktur der Packmittel verzerrt.
Darüber hinaus landen- trotz Verpackungssammlung der Wirtschaft - ein
Drittel der Verpackungen im Restmüll und müssen über die Müllgebühr
finanziert werden.
Wenn bei der Auslieferung von Bier, die Zustellung von frisch
gefüllten Flaschen mit der Rückholung der leeren Flaschen kombiniert
wird, führt dies zu viel kürzeren Verkehrswegen, als wenn die
Getränke von der Brauerei zu einem Zentrallager des Handels gebracht
werden und von dort erst in die Filialbetriebe weiterverteilt werden.
"Wenn die Entwicklung so weiter geht wie bisher, haben wir in
einigen Jahren überhaupt keine Mehrweggetränkeverpackungen mehr. Der
Konsument hat es ja jetzt schon schwer, überhaupt Getränke in
Mehrwegflaschen im Geschäft zu finden. Dem Nachhaltigkeitsbericht der
Wirtschaft ist zu entnehmen, dass Mineralwasser im Jahr 1997 noch zu
96% in Mehrwegflaschen gekauft wurde und dass es 2008 nur noch 24%
waren. Hier ist der Umweltminister aufgerufen, mit gesetzlichen
Regelungen die Mehrwegquoten im Sinne der Nachhaltigkeit und
Ressoucenschonung zu stabilisieren," so Moser abschließend.
Rückfragehinweis:
ARGE österreichischer Abfallverbände p. A. ÖWAV, Marc Aurel-Straße 5 A-1010 Wien Ansprechpartner: ARGE-Bundes-Obmann Bgm. Ing. Josef Moser: [email protected] Tel.: +43 664 612 50 20 ARGE-Bundeskoordinator Dr. Johann Mayr Tel.: +43 664 390 97 20 E-Mail: [email protected] www.argeabfallverband.at
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