• 18.01.2012, 15:21:29
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AK Tirol weist falsche und irreführende Behauptungen der Sparte Banken und Versicherung in der WK Tirol aufs Schärfste zurück

Klarstellung der AK Tirol auf die entgeltliche Einschaltung der Wirtschaftskammer Tirol - Sparte Banken und Versicherung - in der Tiroler Tageszeitung vom 18. Jänner 2012.

Innsbruck (OTS) - Dass die WK-Bankenvertreter jetzt den
Konsumentenschützern die Schuld an der aktuellen Misere bei den
Fremdwährungskrediten zuschanzen wollen, ist unerhört und wird von
den AK-Konsumentenschützern auf das Schärfste zurückgewiesen.
Vielmehr sollten sich die Banken um ihre Kreditnehmer kümmern,
anstatt andere Schuldige zu suchen. Zu erinnern ist, dass es Banken
und Finanzvermittler waren, die Fremdwährungskredite ursprünglich
massiv beworben und vermittelt haben und damit vielfach auch gutes
Geld verdient haben. Eine mögliche Beraterhaftung der Banken bzw.
Kreditvermittler ist daher in jedem Einzelfall zu prüfen und man darf
gespannt sein, ob die Bankkunden in allen Fällen vollständig über
alle Risiken einer Fremdwährungsfinanzierung aufgeklärt wurden oder
vielmehr nur die Vorteile einer solchen Finanzierung dargestellt
wurden.
Die Bankenvertreter und ihr Obmann in der Wirtschaftskammer Tirol,
Gerhard Schwaiger, haben die jüngsten gerichtliche Niederlagen zu
unzulässigen Vertragsklauseln in Fremdwährungskreditverträgen
offenbar nicht verdaut. Nun wird versucht, mit bezahlten
entgeltlichen Einschaltungen abermals skandalöse und unwahre
Behauptungen zu verbreiten und vom eigenen Fehlverhalten bei der
Kreditvergabe von Fremdwährungskrediten abzulenken.
Die AK hält fest:
Die AK-Konsumentenschützer haben zu keinem Zeitpunkt Empfehlungen an
Kreditnehmer abgegeben, ob man in der Fremdwährung bleiben soll oder
eine Konvertierung durchführen soll. Eine generelle Empfehlung ist
aufgrund der Unterschiede in den konkreten Verhältnissen der
jeweiligen Kreditnehmer (Bonität des Kreditnehmers; Besicherung der
Bank, Werthaltigkeit bzw. Prognose des Tilgungsträgers, Laufzeit des
Kredites etc.) auch gar nicht möglich.
Die AK Tirol hat sich jedoch in Vertretung hunderter verunsicherter
Kreditnehmer sehr erfolgreich gegen unzulässige Klauseln in den
Geschäftsbedingungen der Banken gewehrt, womit seitens der Banken
immer wieder versucht wurde, Kreditnehmer massiv unter Druck zu
setzen, erhöhte Kosten für die Refinanzierung zu tragen oder
innerhalb kürzester Fristen neue Sicherheiten (beispielsweise über
Euro 90.000 innerhalb von 14 Tagen!) "herbeizuzaubern", andernfalls
eine Konvertierung oder gar Vertragskündigung der Bank erfolgen
würde.
Somit hat die AK Tirol gerade in jüngster Zeit große Erfolge gegen
rechtlich unzulässige Klauseln in Kreditverträgen von Banken erzielt,
auf die sich Banken vielfach gestützt haben, um das Risiko
Fremdwährungskredit einseitig auf ihre Kreditnehmer abzuwälzen. Es
geht vor allem um die Entscheidungsfreiheit jedes einzelnen
Kreditnehmers und um Rechtssicherheit für alle Beteiligten.

Rückfragehinweis:
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol, Pressestelle
Dr. Elmar Schiffkorn
Tel.: 0512/5340 - 1280
mailto:[email protected]

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