Stichworte: Kultur, Rechnungshof, Salzburger Festspiele Channel: Kultur
OTS0198   18. Jan. 2012, 13:44

Kogler: Rabl Stadler soll den Ruf der Festspiele nicht beschädigen

Salzburger Festspiele dürfen kein Privilegienstadel bleiben


Werner Kogler, stv. Klubobmann der Grünen und
Vorsitzender des RH-Ausschusses, forderte heute die Präsidentin der
Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler auf, bei ihren zu
erwartenden Stellungnahmen zum vernichtenden Rechnungshofbericht den
Ruf der Festspiele und der Republik nicht weiter zu beschädigen: "Es
ist nie zu spät zu Einsicht und Umkehr!"

Die originelle Form der Salzburger Festspiele und insbesondere ihrer
Präsidentin mit Kritik umzugehen, muss ein Ende haben, so Kogler:
"Ich möchte Frau Rabl-Stadler daran erinnern, dass laut Verfassung
der Rechnungshof die Festspiele prüft und nicht die Festspiele den
Rechnungshof." Die Anregungen und Kritikpunkte des RH sind ernst zu
nehmen und müssen schleunigst umgesetzt werden. Rabl-Stadler erweist
den Festspielen einen schlechten Dienst, wenn sie darauf beharrt,
dass für die Festspiele andere Regeln zu gelten haben als für alle
anderen Kultureinrichtungen.

Die Festspiele dürfen kein Privilegienstadel sein. Das gilt auch für
die Praxis, Amtsträger, insbesondere PolitikerInnen, mit Gratiskarten
zu versorgen. Die Salzburger Festspiele dürfen nicht zu einer
Veranstaltung für Networking und Geschäftsanbahnungen mit
angeschlossenem Kulturbetrieb verkommen. Rabl-Stadler verteidigt
gerade diese Fehlentwicklungen vehement. Kogler: "Wir haben noch
nicht vergessen, dass Frau Rabl-Stadler 2008 lautstark und
erfolgreich für die Abschaffung des eben eingeführten
Anfütterungsverbots lobbyiert hat. Unter anderem für diese
Aufweichung der Korruptionsgesetzgebung hat Österreich von der OECD
das zweifelhafte Prädikat 'Korruptionsoase' verliehen bekommen". Auch
im jüngsten Bericht von GRECO (Gruppe Europäischer Staaten gegen
Korruption) wird genau diese Aufweichung kritisiert.

All das spricht dafür, dass sich Frau Präsidentin Rabl-Stadler wieder
besinnt und ihre Haltung gegenüber dem Rechnungshof, eines obersten
Organs der Republik und des Nationalrats, ändert.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0198 2012-01-18 13:44 181344 Jän 12 FMB0005 0278



Grüner Klub im Parlament Zur Pressemappe

Rückfragehinweis: Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

Aussendungen von Grüner Klub im Parlament abonnieren: als RSS-Feed per Mail

Geokoordinaten:


Errechnete Personen: