OTS0173   18. Jan. 2012, 12:51

Ungarischer Staatssekretär in NEWS: "Österreichs Banken tragen Mitschuld an Ungarns Lage"

Ungarischer Staatssekretär wirft ihnen "unmoralisches Handeln" vor


In der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS erhebt
Ungarns stellvertretender Staatssekretär im Außenministerium, Gergely
Pröhle, schwere Vorwürfe gegen heimische Banken. "Was
Fremdwährungskredite anbelangt tragen diese selbstverständlich eine
Mitschuld an Ungarns Lage." Wörtlich spricht er im Interview mit NEWS
von einem "unmoralischen Angebot", das die heimische Banken in den
vergangenen Jahren den Ungarn gemacht hätten.

Die kritische Medienberichterstattung in Österreich über das am
Rande des Staatsbankrotts stehende Ungarn sei, laut Pröhle, auch mit
der Rolle der heimischen Banken erklärbar. Im Videomitschnitt des
NEWS-Interviews sagt der Deutsch sprechende Stellvertretende
Staatssekretär wörtlich: "Dass in Österreich solche Meinungen
("Ramsch-Ungarn" und ähnliches) hörbar sind, ist wahrscheinlich damit
zu erklären, dass die österreichischen Banken, die bekanntlich großen
Einfluss auf die österreichische Presse haben, etwas aufgebracht
sind, weil jetzt nicht mehr so furchtbar viel Geld bei uns zu
verdienen ist wie in den letzten 15 Jahren."

Die europaweite Kritik an der Politik des ungarischen Premiers
Viktor Orbán erklärt sich Pröhle mit der Schwäche der Opposition.
Diese "habe keine andere Möglichkeit als durch die internationale
Presse und das EU-Parlament von außen Druck auf Ungarn auszuüben."
Pröhle gesteht aber ein, dass die Regierung, der er angehört,
innerhalb kurzer Zeit "viele Interessen verletzt hat - vielleicht zu
viele auf einmal."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0173 2012-01-18 12:51 181251 Jän 12 NES0007 0229



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