OTS0170   18. Jan. 2012, 12:46

Mitterlehner: "Wichtigstes Rating für den Tourismus kommt von den Gästen"

Wirtschafts- und Tourismusminister bei ÖHV-Kongress 2012 - Tourismus hat Hausaufgaben gemacht und profitiert von guten Rahmenbedingungen


"Österreichs Tourismus kann sich von der
Wirtschaftsentwicklung nicht abkoppeln, hat aber viele Hausaufgaben
erledigt und ist daher gut aufgestellt. Denn das wichtigste Rating
für den Tourismus kommt von den Gästen", betonte Wirtschafts- und
Tourismusminister Reinhold Mitterlehner am Mittwoch beim ÖHV-Kongress
in Schladming. Zugleich hob Mitterlehner die verbesserten
Rahmenbedingungen hervor: "Wir haben mit der Tourismusstrategie auf
die richtigen Marketing-Schwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale
Österreichs gesetzt, erschließen neue Herkunftsmärkte und setzen auf
mehr Effizienz mit der neuen Förderpyramide."

"Auf dieser Grundlage können wir auch für die Zukunft optimistisch
sein. Die Menschen verzichten auch in Krisenzeiten nicht auf den
Urlaub, auch wenn sie dazu tendieren, kürzer zu bleiben und ihr Geld
vorsichtiger auszugeben", sagte Mitterlehner unter Verweis auf
entsprechende Studien. Mitterlehners Ziel ist es, die Zahl der Gäste
in Österreich bis 2020 auf 40 Millionen zu erhöhen, was einem Zuwachs
von 20 Prozent entspricht. Derzeit wird vor allem die
Internationalisierung der Herkunftsmärkte weiter forciert, ohne die
traditionellen Märkte wie Deutschland zu vernachlässigen. "Statt der
Abhängigkeit von nur wenigen Märkten wollen wir eine stärkere
Diversifizierung schaffen, um das Risiko zu verringern und neue
Chancen zu nutzen. Daher hat die Österreich Werbung eine
Internationalisierungsoffensive gestartet", so Mitterlehner. Künftig
soll Österreich noch stärker vom Wachstum neuer Märkte in Mittel- und
Osteuropa sowie den Fernmärkten - insbesondere BRIC (Brasilien,
Russland, Indien und China), aber auch Japan und USA - profitieren.

Auch die Investitionen der Tourismusbetriebe werden gezielt
unterstützt. "Die neue Förderpyramide schafft mehr Transparenz,
verringert Verwaltungskosten und vermeidet durch klare
Zuständigkeiten ungewollte Doppelgleisigkeiten mit den Bundesländern,
ohne dass die Investitionen darunter leiden", sagte Mitterlehner.
Durch Anwendung der neuen Tourismuspyramide konnte das
durchschnittliche Kreditvolumen um 13 Prozent auf 1,67 Millionen Euro
erhöht werden, das durchschnittliche Investitionsvolumen stieg um
sieben Prozent auf 2,65 Millionen Euro.

Darüber hinaus lanciert Mitterlehner im März 2012 im Rahmen des
bestehenden Förderrahmens einen Schwerpunkt auf den Ausbau
familienfreundlicher Angebote im Tourismus. "Familien sind unsere
wichtigste Zielgruppe. Mehr als ein Drittel aller Gäste in Österreich
verbringt seinen Urlaub mit Kindern, im Winter liegt dieser Anteil
sogar teilweise über 50 Prozent", betonte Mitterlehner. Für die neue
Förderaktion steht insgesamt eine Million Euro bereit, die maximale
Förderhöhe pro Betrieb liegt bei 10.000 Euro. Mit der
Schwerpunktaktion werden gezielte Anreize zur Qualitätsverbesserung
und Spezialisierung für Tourismusbetriebe geschaffen - zum Beispiel
für speziell ausgerüstete Spielzimmer, kindergerechte Einrichtungen
und Maßnahmen zur Erhöhung der Kindersicherheit.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0170 2012-01-18 12:46 181246 Jän 12 MWA0001 0454



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