LH Dörfler: Andere reden nur über Verwaltungsreformen, wir setzen sie um
Der Speck in der Verwaltung muss weg - Bereits im März Auftaktveranstaltung zur Ablaufoptimierung mit Rechnungshofpräsident Moser
Klagenfurt (OTS/LPD) - Kärnten kommt bei seiner Verwaltungsreform
rasch und erfolgreich weiter. Nach der Zusammenlegung der 20
Landesabteilungen in zehn Kompetenzzentren, der Standortkonzentration
und einem Personalabbau von 200 Personen erfolgt nun auch im Rahmen
der Aufgabenreform der nächste Schritt, wie gestern, Dienstag, in der
Regierungssitzung beschlossen wurde. "Andere reden nur über Reformen,
wir setzen sie um", betonte Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der nun
auch die Verwaltung des Landes Kärnten auf unnötig aufgebauten Speck
durchforsten wird: "Überbordende Bürokratie hat in Kärnten keinen
Platz, weshalb wir nun alle Abteilungen sowie die
Bezirkshauptmannschaften und ihre Aufgabengebiete genau unter die
Lupe nehmen werden."
Der Landeshauptmann kündigt für März bereits eine große
Auftaktveranstaltung an, an der alle Abteilungsleiter und
Bezirkshauptleute teilnehmen werden. Dort wird auch
Rechnungshofpräsident Josef Moser erste Reformideen präsentieren.
Dörfler erwartet sich viele Optimierungsmöglichkeiten und schon für
Mitte des Jahres ein erstes Zwischenergebnis.
In den nächsten Monaten soll laut dem Landeshauptmann in den
Kompetenzzentren, Bezirkshauptmannschaften und sonstigen
Dienststellen ein umfassendes Screening sämtlicher
Vollziehungsbereiche des Landes stattfinden. "Ziel ist es, die
Verwaltungsaufgaben, Verwaltungsabläufe und Verfahren inhaltlich und
formell zu überprüfen und entsprechende Adaptierungsmaßnahmen
durchzuführen", so Dörfler. Dabei sollen beispielsweise Verfahren
vereinfacht und beschleunigt sowie Kosten-Nutzen-Rechnungen erstellt
werden, um damit Prozesse zu optimieren.
Dörfler rechnet mit einer weiteren Verschlankung der Verwaltung,
einer Budgetreduktion und Kostenersparnis, der Erfüllung von
Personaleinsparungszielen, der Nutzung von Synergien und auch einer
Mobilisierung bzw. Bereitstellung von Personal für wichtige, neue
Aufgaben. "Mit dieser Straffung der Verwaltung macht sich das Land
Kärnten fit für die Zukunft. Denn nur mit einer schlanken,
effektiven, serviceorientierten Verwaltung können die Aufgaben der
Zukunft erfolgreich bewältigt werden", erklärt er.
Der Landeshauptmann bekräftigt in diesem Zusammenhang sein klares
Ja zu den Bezirkshauptmannschaften. Unter ihnen solle es aber künftig
Partnerschaften geben, zum Beispiel zwischen den BHs Wolfsberg und
Völkermarkt oder Spittal und Hermagor. Spezielle, komplexe
Verfahrensbereiche könnte dann eine BH für beide Bezirke übernehmen.
Nach dem gleichen Prinzip solle es zu einer Aufgabendelegierung
zwischen Gemeinden und BHs sowie zwischen BHs und Land kommen. "Die
Genehmigung für eine Tankstelle könnte dann anstelle der Gemeinde -
auf deren Ebene so etwas ja seltener vorkommt - die
Bezirkshauptmannschaft erteilen", nannte Dörfler als anschauliches
Beispiel.
(Schluss)
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