- 18.01.2012, 10:23:47
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Stummvoll: Haben gewaltige Sparpotenziale
ÖVP-Finanzsprecher verweist auf Pensionen, Gesundheit und Förderungen
Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Wir müssen uns von dem politischen Märchen,
das seit den 70er Jahren erzählt wird, dass ein Staat im Gegensatz
zum privaten Haushalt ständig mehr ausgeben als einnehmen kann,
verabschieden. Wenn das so ist, brauche ich jemanden, der mir Geld
borgt und dem bin ich ausgeliefert." Das sagte heute, Mittwoch,
ÖVP-Finanzsprecher Abg. DKfm. Dr. Günter Stummvoll anlässlich der
Aktuellen Stunde im Nationalrat. Griechenland drohe beispielsweise
die Souveränität verloren zu gehen.
Wir haben in Österreich hervorragende Chancen, uns von der
Abhängigkeit von den "bösen" Finanzmärkten und Ratingagenturen zu
lösen: Wir haben Sparpotenziale, nannte Stummvoll die Pensionen, das
Gesundheits- sowie das Förderwesen als Beispiele. Er verwies darauf,
dass unsere deutschen Nachbarn im Schnitt um drei Jahre später in
Pension gehen als Österreicherinnen und Österreicher. "Ein Jahr
kostet 1,2 Milliarden Euro." "Auch Wachstumsimpulse stecken in einer
Anhebung des Frühpensionsalters. Wachstum kann ich nur durch Arbeit
und Leistung erzielen und nicht dadurch, dass man in Pension geht."
Im Gesundheitswesen gebe es ein gewaltiges Sparpotenzial. So verfüge
Österreich über 6,1 Spitalsbetten pro 1000 Einwohner, in der OECD
seien es 3,9 Spitalsbetten. Österreichs Förderungen würden zudem 5,5
Prozent des Sozialprodukts betragen. In der EU gebe es nur halb so
viel, nämlich 2,7 Prozent.
Auch der ehemalige Finanzminister Hannes Androsch habe darauf
verwiesen, dass es "geradezu eine Provokation sei, bei diesem
Sparpotenzial über neue Steuern zu reden". Stummvoll: "Ich schließe
mich dieser Meinung an."
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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