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Neues Volksblatt: "Reform!" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 18. Jänner 2012
Linz (OTS) - "Reform!", schallt es durchs Land, jeder
bürokratische Winkel wird mit der hellsten Lampe ausgeleuchtet, man
überschlägt sich vor Ideen und signalisiert Tatendrang, der nur
mühsamst im Zaum zu halten ist.
Grundsätzlich ist dagegen nichts zu sagen, schon gar nicht, wenn am
Ende herauskommt, dass aus der (Geld-)Not der Zeit heraus vieles
abgeschlankt und trotzdem effizienter geworden ist. Was trotzdem
bleibt ist die Frage, warum erst ein größtmöglicher Leidensdruck die
Reformbereitschaft weckt.
Beispiel gefällig?
Als Josef Pröll im Herbst 2009 das Transferkonto thematisierte,
konterte die SPÖ mit dem Schlachtruf "Neiddebatte! Sozialabbau!".
Jetzt sagt der Wiener Bürgermeister, man wolle beispielsweise dadurch
sparen helfen, dass man Doppelgleisigkeiten bei Förderungen
unterbinde.
Oder: Wenn die steirischen Vorzeige-Reformzwillinge Kleingemeinden
wegfusionieren und Kleinschulen auflösen wollen, ernten sie Applaus.
Das Eingeständnis, etwa hinter OÖ und NÖ herzuhinken, geht in diesem
Applaus unter.
Bis zur Einsicht, dass etwas geschehen muss, ist dort wie da ein
bisserl viel Zeit verplempert worden. Um diese Zeit sollte man jetzt
die Diskussionen abkürzen, um rasch zur Tat schreiten zu können.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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