OTS0213   17. Jan. 2012, 16:42

Vorarlberg und Liechtenstein bauen Kulturbrücke weiter aus

Ausstellungseröffnung im Kunstraum Engländerbau in Vaduz


Die grenzüberschreitenden Kulturaktivitäten und
Kooperationen zwischen dem Fürstentum Liechtenstein und Vorarlberg
werden fortgesetzt - konkret bei einer Doppelschau im Kunstraum
Engländerbau in Vaduz, die den Künstlerinnen Amina Broggi (FL) und
Carmen Pfanner (V) gewidmet ist. Landesrätin Andrea Kaufmann und
Regierungsrätin Aurelia Frick nahmen an der heutigen (Dienstag, 17.
Jänner) Ausstellungeröffnung teil.

"Wir haben uns gerade in letzter Zeit immer wieder bemüht, die
länderübergreifende Kulturarbeit diesseits und jenseits des Rheins zu
intensivieren und auch bereits bestehenden Initiativen neuen Schwung
zu verleihen", sagte die Landesrätin. Als Beispiele dafür nannte sie
die Ausstellung anlässlich der Verleihung des Architekturpreises
"konstruktiv", das Theaterfest "Augustine - junges Theater
Liechtenstein" und den gemeinsamen Kulturtreff in Feldkirch im
vergangenen September. Auch für heuer ist ein großes
Länderübergreifendes Projekt geplant: Der STELLA12
Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum wird im April mit einem
umfangreichen Programm in Liechtenstein und Vorarlberg abgehalten
werden. Kaufmann: "Solche Kulturtreffs sind immer auch Orte der
Begegnung, des kulturellen und künstlerischen Austausches und der
gemeinsamen Freude am kreativen Schaffen."

Ausstellung Broggi/Pfanner: Stellung der Frau im Mittelpunkt

Die aktuelle Ausstellung im Engländerbau folgt dem Motiv des
Dialogs, die unterschiedliche Künstlerinnen und unterschiedliche
Ausdrucksformen in ein spannendes Gegenüber setzt: So beschäftigt
sich die in Wien lebende liechtensteinische Künstlerin Amina Broggi
in ihren Bildserien mit Themen, die zumeist die Stellung der Frau in
der Gesellschaft und eine kritische Wahrnehmung des Konflikts
zwischen Lebensbedürfnissen und Lebensmöglichkeiten betreffen und
bilden vielfach einen Spiegel ihrer Selbstwahrnehmung. Amina Broggis
großformatige Malerei entsteht stets in Serien. Sie leitet sich
zumeist von Fotosequenzen ab und zeichnet sich durch ihre
hyperrealistische Darstellungsweise aus. Hingegen basieren die
raumgreifenden Arbeiten und die genähten Zeichnungen bzw. Schaltpläne
der Vorarlberger Künstlerin Carmen Pfanner auf textilen Materialien.
Die in der Ausstellung gezeigte Arbeit "Kraftwerk" bildet ein work in
progress, das über viele Jahre hin von der Künstlerin erweitert und
immer wieder auch verändert wurde.

Die Ausstellung "Amina Broggi (FL) und Carmen Pfanner (A), Malerei
und Rauminstallation", kann von 17. Jänner bis 11. März 2012 im
Kunstraum Engländerbau in Vaduz besichtigt werden: Täglich 13 bis 17
Uhr; Dienstag bis 20 Uhr, www.kunstraum.li.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0213 2012-01-17 16:42 171642 Jän 12 NVL0009 0372



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