• 17.01.2012, 14:18:26
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Brunner: Berlakovich will trotz alarmierender Treibhausgasbilanz keine Maßnahmen zur CO2-Reduktion setzen

Krise nutzen, um auf Klimaschutzkurs zu kommen

Wien (OTS) - "Minister Berlakovich will ein 'CO2-Sparpaket', aber
er kann oder will keine einzige konkrete Maßnahme nennen, mit der CO2
eingespart werden soll", kritisiert Christiane Brunner,
Umweltsprecherin der Grünen, das heutige Interview des Ministers im
Ö1-Mittagsjournal. Berlakovich redet wieder nur in Worthülsen wie
"Paket schnüren", "Arbeitsgruppen arbeiten".
"Einen konkreten Vorschlag, mit dem auch nur ein einziges Gramm CO2
eingespart werden soll, bleibt er aber trotz Nachfrage schuldig",
kritisiert Brunner und weiter: "Im Gegenteil, er spricht sich sogar
explizit gegen ein klimafreundliches Umsteuern mittels ökologischer
Steuerreform aus und konterkariert damit sogar aktuelle Aussagen
seiner Ministerkollegin Fekter."

"Berlakovich legt eine unfassbare und fahrlässige
Gestaltungsverweigerung an den Tag. Warum will er nicht arbeiten?",
fragt Brunner und fordert: "Wir müssen jetzt die Krise nutzen, um
gegenzusteuern. Die gegenwärtige Budgetdiskussion ist eine
Riesenchance für eine Weichenstellung in Richtung zukunftsfähiges,
klimafreundliches Wirtschaftsmodell. Jetzt heißt es klimafreundlich
sparen und klimafreundlich investieren. Die grüne Energiewende ist
wirtschaftlich eine Riesenchance für Österreich: Unabhängigkeit von
immer unsichereren Öl- und Gasmärkten, Milliardeneinsparungen bei
Energieimportkosten, Klimaschutz, stabile Energiepreise und
zehntausende Grüne Jobs."

Im Klartext heißt dies: sparen bei klimaschädlichen Subventionen,
Autobahnprojekten, Steuerprivilegien für Auto- und LKW-Verkehr.
"Allein die Abschaffung von Steuerprivilegien für Dienstwagen könnte
einen dreistelligen Millionenbetrag ins Budget bringen. Investieren
müssen wir in die Wohnbausanierung, die Entwicklung neuer
energieeffizienter Prozesse und Werkstoffe in der Industrie, beim
Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme in der Raumwärme, im Ausbau der
öffentlichen Verkehrsmittel - das sind die Schlüsselbereiche für
Energieeffizienz und außerdem die reinsten Jobmaschinen", meint
Brunner.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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