• 17.01.2012, 09:55:36
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AK Energie-Preismonitoring: Preis-Alarm bei Strom und Gas!

Wien (OTS) - Gas und Strom sind viel zu teuer. Das zeigt das AK
Energie-Preismonitoring (ohne Steuern und Netzkosten) bei zwölf Gas-
und 14 Stromanbietern in Österreich im Jänner-Jahresvergleich. "Die
Konsumenten zahlen bei ihrer Energierechnung drauf. Steigende
Großhandelspreise werden sofort oder viel zu hoch weiterverrechnet,
sinkende gar nicht oder unzureichend. Das ist unfair", kritisiert AK
Energie-Experte Dominik Pezenka. Überdies bekommen seit Jänner 2012
die Energieversorger Ökostrom billiger, was an den Konsumenten meist
spurlos vorübergeht. Die AK prüft Musterklagen. Denn nach AK Ansicht
handelt es sich bei den Ökostromkosten um eine Abgabensenkung, die an
die Konsumenten weiterzugeben ist.

Alle großen Gaslieferanten haben im Vorjahr kräftig die
Konsumentenpreise erhöht, was die Erhöhungen der Großhandelspreise
bei Weitem übertraf (plus fünf Prozent). Stark gestiegen sind die
Gaspreise im Vorjahr bei der Energieallianz, mit Wien Energie (plus
28,7 Prozent), BEGAS (plus 24,4 Prozent) und der EVN (plus 21,5
Prozent) gefolgt von TIGAS (plus 20,7 Prozent), KELAG (plus 18,3
Prozent), Salzburg AG (plus 16,2 Prozent), VEG (plus 14,5 Prozent),
Erdgas OÖ (plus 14,2 Prozent), Energie Steiermark und Energie Graz
(plus 13,1 Prozent) sowie Energie Klagenfurt (plus 12,6 Prozent). Für
einen durchschnittlichen Gas-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von
15.000 Kilowattstunden bedeutet das bis zu 150 Euro (inklusive
Mehrwertsteuer) Mehrkosten im Jahr. Vorigen Herbst ist mit Goldgas
erstmals ein deutscher Gasanbieter am heimischen Markt, der derzeit
österreichweit den günstigsten Energiepreis anbietet.

Am Gasmarkt herrscht immer noch mangelnder Wettbewerb und
Intransparenz bei der Preisgestaltung. "Würde der Wettbewerb
funktionieren, müssten die Gasversorger die Senkungen auch an die
Haushalte weitergegeben. Immerhin sind die Großhandelspreise von Juli
2008 bis Jänner 2011 um zehn Prozent gesunken, was die Konsumenten
nicht spürten", betont Pezenka.

Die Strompreise verharren auf einem zu hohen Niveau. Viele
Anbieter haben im Jahresvergleich weiter an der Preisschraube
gedreht. Die Großhandelspreise sind im Jahresvergleich zwar um zehn
Prozent gestiegen - im Langzeitvergleich (Juli 2008 bis Jänner 2011)
sind sie aber um fast zwölf Prozent gesunken - nicht für die
Konsumenten. Im Jahr 2011 zogen die Preise am stärksten bei der
Energie Klagenfurt (plus 8,7 Prozent) und der KELAG (plus 8,5
Prozent) an. Bei den anderen untersuchten Stromversorger fallen die
Preiserhöhungen moderater aus - von plus 0,9 bis 3,3 Prozent. Gleich
geblieben sind die Preise im Jahresvergleich bei Steweag-Steg,
Energie Graz, Verbund, Energie AG und Linz AG. Bloß die Unternehmen
der Energieallianz (Wien Energie, EVN und BEWAG) haben auf die
gesunkenen Ökostrom-Verrechnungspreise ab Jänner reagiert und ihre
Energiepreise Anfang des Jahres um 3,4 Prozent gesenkt. Das sind die
ersten Preissenkungen seit drei Jahren. Durch die niedrigeren
Ökostromkosten müssten aber die Energiepreise bei allen
Stromversorgern um drei bis vier Prozent sinken.

AK-Tipp, um hohen Preisen auszuweichen: Vergleichen Sie die Preise
mit dem Strom- und Gaspreis-Rechner. Bei einem Anbieter-Wechsel
können Sie jährlich bis zu 100 Euro bei Strom und bis zu 200 Euro bei
Gas sparen. Achtung bei Bindungsfristen! Überlegen Sie, Ihre
Teilzahlungsbeträge an Ihren tatsächlichen Verbrauch und die höheren
Preise anzupassen, um hohe Nachzahlungen bei der Jahresabrechnung zu
vermeiden.

SERVICE: Preismonitoring und Energiepreis-Rechner unter
www.arbeiterkammer.at

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at

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