OTS0011   17. Jan. 2012, 08:16

SOS Mitmensch: Jüngster Abschiebefall offenbart politisches Versagen

Schwerkranke Frau wird zum Gegenstand österreichischer Abschiebepolitik


SOS Mitmensch prangert einmal mehr das Versagen der
österreichischen Politik im Umgang mit schutz- und hilfesuchenden
Menschen an. Die Abschiebung eines älteren georgischen Ehepaars steht
unmittelbar bevor. Das Ehepaar wurde am Sonntag in Schubhaft
genommen. Alle Schutz- und Hilfegesuche wurden abgewiesen. Die Frau
leidet schwer unter Diabetes und Parkinson.

"Der jüngste Abschiebefall ist juristisch möglicherweise rechtens,
aber politisch, moralisch und menschlich jedenfalls durch und durch
schlechtens. Dass eine schwerkranke Frau und ihr Mann, die sich beide
2008 aus Georgien nach Österreich durchgekämpft hatten, nun
abgeschoben werden, bringt einmal mehr das düstere Gesicht der
österreichischen Anti-Menschenschutzpolitik zum Vorschein. Für unsere
Regierung zählt die Verhinderung von Migration mehr als das
Wohlergehen von Menschen. Die Schaffung neuer Lebensperspektiven wird
von der Politik nicht als positive Herausforderung und Chance
begriffen, sondern als zu vermeidender Schadensfall.", kritisiert
Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0011 2012-01-17 08:16 170816 Jän 12 SMM0001 0169



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Rückfragehinweis: Alexander Pollak
SOS Mitmensch
Tel.: 0664 512 09 25
apo@sosmitmensch.at
www.sosmitmensch.at

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