- 16.01.2012, 15:33:43
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Blecha: Die Inflation ist zu hoch!
Pensionistenverband fordert Schutz vor explodierenden Lebenskosten.
Wien (OTS) - Die neuen Zahlen über Preisanstiege in Österreich
sind schockierend. Die Inflation 2011 erreicht mit 3,3% Prozent einen
10-Jahres-Höchstwert. Besonders schlimm ist die Lage jedoch für
Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten.
Hört nur der Pensionistenverband die Alarmglocken schrillen?
Der Präsident des Pensionistenverbands, der stärksten
Seniorenorganisation Österreichs, und des Seniorenrats Karl Blecha:
"Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) nahm um 3,4 Prozent
zu. Das ist eine schwere Belastung, besonders für jene Senioren mit
niedrigerer Pension. Aus diesem Grund haben wir schon letztes Jahr
die Kampagne 'Kampf gegen die Teuerung' gestartet: Wir fordern
energisch rasche und wirksame Maßnahmen gegen die nicht enden
wollenden Preisexplosionen. Hören wirklich nur wir die Alarmglocken
schrillen?"
Auch Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des
Pensionistenverbands, warnt vor der fatalen Entwicklung: "Noch
schlimmer sieht die Preisentwicklung beim 'Miniwarenkorb' aus, also
bei den Preisen für den wöchentlichen Einkauf: Plus 6,7 Prozent!
Auch das ist der höchste Wert seit zehn Jahren, nur im Jahr 2000 war
er höher."
Zeit des Beobachtens vorbei: Politik muss handeln!
Der Pensionistenverband ruft deswegen zum Handeln auf. Blecha
meint: "Die Zeit des Beobachtens und Abwartens ist vorbei. Die
Regierung und besonders der Wirtschaftsminister sind gefordert."
Der Pensionistenverband verlangt:
1. Spekulationen unterbinden: Die Regierung muss auf EU-Ebene
energische Maßnahmen gegen Spekulationen auf den Rohstoffmärken
einfordern.
2. Der Wirtschaftsminister muss im Wettbewerbsgesetz endlich die
gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein Wettbewerbs-Monitoring
schaffen.
3. Sprit-Preisbildung untersuchen: Die EU-Kommission muss die
Preisbildung beim Rohöl und Sprit prüfen. Die EU soll endlich den
europäischen Mineralölmarkt unter die Lupe nehmen.
4. Die Bundeswettbewerbsbehörde muss auch den österreichischen
Treibstoffmarkt genau unter die Lupe nehmen.
5. Preissteigerungen sind zu kontrollieren: Steigen bei uns
Preise, muss der Wirtschaftsminister prüfen lassen, ob es für die
Preissteigerungen rechtfertigende Gründe gibt und ob sie stärker als
in vergleichbaren Nachbarländern ausfallen. Das heißt: den
"Österreich-Aufschlag" verhindern.
Rückfragehinweis:
Pensionistenverband Österreichs, [email protected]
Andy Wohlmuth, Tel. 01/313 72-30
Daniel Auer, Tel. 01/313 72-31
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