• 16.01.2012, 14:40:47
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Starke Österreich-Präsenz auf der imm cologne - Möbelexporte nach Deutschland weiter im Steigen

Wien (OTS/PWK021 ) - Optimistisch startete die österreichische
Möbelindustrie ins Jahr 2011, und bis zur Jahresmitte hatten die
Betriebe auch allen Grund dafür. In den ersten beiden Quartalen
wurden Möbel im Wert von knapp EUR 1,14 Mrd. (+3,3 %) produziert. Im
dritten Quartal 2011 gab es einen Wermutstropfen, die
Produktionszahlen gingen zurück (-9,8 %) auf einen Wert von EUR 531
Mio. Insgesamt wurden vom 1.-3. Quartal 2011 Möbel im Wert von EUR
1,7 Mrd. produziert, das ist ein leichter Rückgang von -1,3 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Gewinner sind Wohnmöbel
Auf der Gewinnerseite stehen die Hersteller von Schlaf-, Ess- und
Wohnzimmermöbeln aus Holz. In den ersten drei Quartalen von 2011
sieht die Rangliste folgendermaßen aus: Schlaf-, Ess- und
Wohnzimmermöbeln aus Holz: +5,8 % (EUR 268 Mio.), Badezimmer aus
Holz: +13,5 % (EUR 18,3 Mio.), Gartenmöbel aus Holz: +3,7 % (EUR 3,2
Mio.).

Deutschland ist Handelspartner Nr. 1
Im selben Zeitraum steigerten sich auch die österreichischen
Möbelexporte auf einen Wert von EUR 1 Mrd. (+6,4 %). Auch hier
erzielten die Wohnmöbelhersteller ein sattes Plus von 12,7 % mit
einem Gesamtwert von EUR 154 Mio. Somit liegt der Anteil der
Wohnmöbelhersteller am Gesamtexport bei rund 15 %. Besonders stark
war der Anstieg bei den Küchenexporten mit 23,6 % (EUR 39,6 Mio.).

Wichtigster Handelspartner ist nach wie vor Deutschland. Dorthin
exportierten die Österreicher in den ersten drei Quartalen 2011 Möbel
im Wert von EUR 407 Mio. (+7 %). Mit weitem Abstand folgt die Schweiz
(EUR 128 Mio., +14,1 %). Platz 3 teilen sich Polen (+31,3 %) und
Italien (-8,9 %) bei einem Exportvolumen von je EUR 57 Mio.

Mehr Importe bei allen Produktgruppen
Der Wert der nach Österreich importierten Möbel lag nach den ersten
drei Quartalen bei EUR 1,3 Mrd. (+9 %). Grundsätzlich verzeichneten
alle Teilbranchen eine Importsteigerung, am stärksten betroffen waren
die Küchenmöbel mit einem Plus von 20 % (EUR 104 Mio.). Auch
Wohnmöbel wurden verstärkt (+6 %, EUR 373 Mio.) aus dem Ausland
importiert. Hauptimporteur ist auch hier das Nachbarland Deutschland
mit insgesamt EUR 675 Mio. (+7,8 %). An zweiter Stelle liegt Polen
mit EUR 106 Mio. (+13,4 %), Italien verzeichnet ein Importvolumen von
EUR 102 Mio. (+4,4 %). Zugelegt haben auch die chinesischen
Möbelimporte mit einer Steigerung um 7,2 % (EUR 96 Mio.). Die Schweiz
liegt hier vergleichsweise weit abgeschlagen bei einem Wert von EUR
30 Mio. (+13,1 %).

Auswirkungen der Eurokrise
Die Eurokrise und die dadurch ausgelöste Verunsicherung sind
offensichtlich die Ursache für die zurückgefahrene Möbelproduktion im
3. Quartal. Die Exportquoten der österreichischen Betriebe sind hoch,
deshalb wirken sich auch die wirtschaftlichen Probleme auf den
Abnahmemärkten aus. Der Vorsitzende der Österreichischen
Möbelindustrie, Dr. Georg Emprechtinger, sieht Anzeichen für eine
verbesserte Marktsituation. "Die Zeichen stehen nicht schlecht, denn
die Beschäftigungslage in den Hauptabsatzmärkten Deutschland,
Österreich und der Schweiz hat sich wieder erholt. Das heißt, die
Kaufkraft ist vorhanden. Trotzdem lässt sich natürlich noch nicht
absehen, wie sich das Kaufverhalten aufgrund der Eurokrise verändern
wird." (US)

(Alle Zahlen in diesem Text beziehen sich auf Industrie und
Gewerbe. Quelle: Statistik Austria.)

Rückfragehinweis:

Die Österreichische Möbelindustrie
   Fr. Dolunay Yerit
   T: +43 (0)1 / 712 26 01,
   F: +43 (0)1 / 713 03 09
   E: [email protected],
   W: www.moebel.at

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