• 16.01.2012, 13:45:07
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BMF und BMI: Bisher größter Heroinaufgriff an Österreichs Grenze

130 kg Heroin bei Zollkontrolle in LKW entdeckt

Wien (OTS) - Ein nachhaltiger Schlag gegen den Heroinschmuggel auf
der Balkanroute gelang Beamten der operativen Zollaufsicht des
Zollamtes Linz Wels am 11. Jänner am Grenzübergang Suben.

Als die Beamten einen verdächtig wirkenden bulgarischen Kühl-LKW aus
dem fließenden Verkehr zur Kontrolle mit dem mobilen Röntgenfahrzeug
auswählten, wussten sie noch nicht, welcher Fang ihnen da gelungen
war. Nach Auswertung des Röntgenbildes ergab sich der Verdacht, dass
in Hohlräumen in den Wänden des leeren Fahrzeuges Schmuggelgut
enthalten sein könnte. Das Fahrzeug wurde in die Kontrollhalle der
Zollstelle Suben gebracht und näher überprüft. Da die Beamten anfangs
keinen Zugang zu den Hohlräumen finden konnten, wurde eine
Probebohrung durchgeführt. Der danach durchgeführte
Suchtgiftschnelltest auf morphinhaltige Substanzen verlief positiv.

Im Zuge weiterer Überprüfungen konnte nun auch der sehr schwer
erkennbare Zugang zum Versteck entdeckt und geöffnet werden. Mit
einem ausgeklügelten System hatten die Drogenschmuggler die insgesamt
230 Pakete mit etwa 130 kg im Dachbereich des Anhängers versteckt. Es
handelt sich dabei um den größten Heroinaufgriff, den es in
Österreich bisher bei einer Zoll-Einzelkontrolle gegeben hat. Wie ein
am Einsatz beteiligter Beamte bestätigt, wäre dieser Aufgriff ohne
Unterstützung des mobilen Röntgenfahrzeuges nicht möglich gewesen.

Der festgenommene Fahrer und das Heroin wurden umgehend dem
Landeskriminalamt OÖ zur Durchführung weiterer Ermittlungen
übergeben. Die laufenden Laboruntersuchungen werden Aufschluss über
die tatsächliche Menge und den Schwarzmarktwert ergeben. Erste,
vorläufige Schätzungen gehen von einem Marktwert von bis zu 50
Millionen Euro aus. Finanzministerin Maria Fekter spricht den
beteiligten Beamten ihr Lob aus: "Dieser Aufgriff beweist die hohe
Schlagkraft der heimischen Zollverwaltung".

Aufgrund der engen Kooperation des Finanz- sowie des Innenressorts
konnte bei den weiteren Ermittlungen durch das Landeskriminalamt
Oberösterreich und des österreichischen Bundeskriminalamtes
festgestellt werden, dass das sichergestellte Heroin durch eine am
Balkan ansässige Täterorganisation von Bulgarien über Ungarn durch
Österreich transportiert und an seiner Enddestination in einem
weiteren EU-Mitgliedstaat zur Übernahme durch die tatsächlichen
Auftraggeber gelagert werden hätte sollen. "Österreich wird hier als
Transitverbindung aus Süd-Osteuropa nach Zentral- und Westeuropa
genutzt. Die österreichische Polizei wird daher auch weiter den
Kontroll- und Fahndungsdruck verstärken", so Innenministerin Mag.
Johanna Mikl-Leitner. "Intensive internationale Abklärungen über
weitere Zusammenhänge erfolgen derzeit über das zuständige Büro für
Suchtmittelkriminalität im österreichischen Bundeskriminalamt."

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Inneres
   Kompetenzcenter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit - Pressestelle
   +43-(0)1-53 126-2488
   [email protected]
   www.bmi.gv.at
   
   Bundesministerium für Finanzen, Pressestelle
   Tel.: (++43-1) 514 33 - 500 004
   www.bmf.gv.at

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