Besucherzahlen 2011 im mumok: Umbau und Programmmix sorgen für außergewöhnliche Zahlen
Statement von mumok Direktorin Karola Kraus
Wien (OTS) - Karola Kraus begründet den Rückgang der
Besucherzahlen 2011 im mumok im Vergleich zu 2010 mit folgenden
Argumenten. Zum einen führte die dreimonatige Schließzeit im Sommer
aufgrund der Renovierung des Gebäudes zu eine rückläufigen Statistik
im ersten Halbjahr. Zudem lag der Fokus des Ausstellungsprogramms in
den ersten Monaten auf vielversprechenden österreichischen und
internationalen Künstlerpersönlichkeiten einer jüngeren Generation,
die im mumok ihre ersten großen Museumsausstellungen hatten. Kraus
betont, dass die Präsentation aktueller Positionen nicht nur
Kernaufgabe des Museums mit einem expliziten bildungspolitischen
Auftrag ist, sondern zum innovativen Profil eines Museums für
zeitgenössische Kunst gehört. Es ist ihr ein Anliegen, die
Gratwanderung zwischen besucherstarken Ausstellungen mit renommierten
und eher besucherschwächeren Projekten mit international noch nicht
etablierten Künstlerinnen zu bestehen und dadurch Publikumsrückgänge,
die auf Grund der komplexeren Themensetzungen und Arbeitsweisen in
Kauf genommen werden müssen, auszugleichen.
Nicht unerwähnt lassen möchte sie die erfolgreiche Bilanzierung
ihrer Antrittsausstellung Museum der Wünsche, mit der der sie die
Sammlung des mumok einer kritischen Revision unterzog. So konnten
rund 71.000 BesucherInnen in den Genuss der erfrischenden
Neupräsentation der Sammlung kommen und die Erfüllung von 17 Wünschen
miterleben. Mit der Retrospektive des Frühwerks von Claes Oldenburg,
der Ausstellung Reflecting Fashion. Kunst und Mode seit der Moderne
sowie der Retrospektive von Dan Flavin erwartet sie im Jahr 2012
wieder einen deutlichen Besucherzuwachs.
Eva Engelberger,
Barbara Hammerschmied
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