- 16.01.2012, 13:35:02
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Lebenshilfe begrüßt Entwurf für Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen
Sozialministerium legt Dokument mit sehr hohem Anspruch vor
Wien (OTS) - Inklusion als Vision und Gestaltungsauftrag - das ist
ein hoher Anspruch, dem sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer, das
Redaktionsteam des Nationalen Aktionsplanes und die beteiligten
Ministerien stellen. Ich kann sie dazu nur beglückwünschen", begrüßt
Lebenshilfe Bundesgeschäftsführer Albert Brandstätter den heute zur
Begutachtung versandten Entwurf zum Nationalen Aktionsplan für
Menschen mit Behinderungen.
Nach erster Durchsicht verspricht der NAP Behinderung in den
Jahren bis 2020 eine tiefgreifende Beschäftigung mit dem
Paradigmenwechsel, den die UN-Behindertenrechtskonvention eingeleitet
hat. Die "zentrale Vision einer inklusiven Gesellschaft, die
behinderten und anderen benachteiligten Menschen die Teilhabe an
allen Aktivitäten der Gesellschaft ermöglicht wird" wird in diesem
Dokument sehr intensiv für alle Lebensbereiche durchbuchstabiert und
mit Zielsetzungen für die Behindertenpolitik quer durch alle
Ministerien versehen. Aus Sicht der Lebenshilfe besonders
hervorzuheben ist unter anderem die Stärkung der Ansätze
selbstbestimmten Lebens für Menschen mit Lernschwierigkeiten bzw.
Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, sei es im Bereich
Wohnen, im Alter oder bei der Unterstützung von
Selbstvertretungsstrukturen.
"Selbstverständlich würde ich mir in manchen Punkten mehr Vision
und Mut zur Veränderung wünschen, aber es erscheint mir klug,in
vielen Bereichen auf langfristige und partizipativ gestaltete
Projekte oder Strategieentwicklungen zu setzen, wie etwa in der
Novelle der Sachwalterschaft, bei dem Aufbau eines inklusiven
Arbeitsmarktes oder in der Erarbeitung der inklusiven Schule", meint
Brandstätter. "Der Entwurf muss nun gründlich studiert, öffentlich
diskutiert und sicherlich in einigen Punkten schärfer und
weitergehender formuliert und ergänzt werden. Er bietet viele
Anregungen sowohl für die öffentlichen Stellen, als auch für die
Interessenvertretungen und die Dienstleister. Wichtig wird es sein,
dass sich die Länder angemessen daran beteiligen, sei es in eigenen
Länderaktionsplänen, sei es in Unterkapiteln im nationalen
Aktionsplan."
Rückfragehinweis:
Lebenshilfe Österreich
Eva Schrammel
Tel.: 01/812 26 42 - 79 oder 0664/88 43 1996
mailto:[email protected]
www.lebenshilfe.at
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