OTS0113   16. Jan. 2012, 12:39

Die besten Wissenschaftsbücher 2012 sind gewählt

Österreichische Spitzenforscherin Renée Schroeder unter den Siegern - Preisverleihung durch Wissenschaftsminister Töchterle


Die Sieger der Wahl "Das beste Wissenschaftsbuch des
Jahres" stehen fest. Mit "Die Henne und das Ei. Auf der Suche nach
dem Ursprung des Lebens" hat es die österreichische
Spitzen-forscherin Renée Schroeder in der Kategorie Medizin/Biologie
auf den ersten Platz geschafft. Wissenschafts- und Forschungsminister
Dr. Karlheinz Töchterle freut sich über das große Interesse an dieser
Initiative, die bereits zum fünften Mal stattgefunden hat: "Diese
Aktion soll die Faszination der Forschung noch stärker in das
Bewusstsein der Menschen rücken. Und es geht auch darum, die
Wichtigkeit der Wissenschaftsvermittlung aufzuzeigen. Ich möchte
junge genauso wie renommierte Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler ermutigen, das Ergebnis ihrer Arbeit auch einer
breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen".

In den vier Kategorien haben gewonnen:

- Medizin/Biologie:
Renée Schroeder, Ursel Nendzig, Die Henne und das Ei. Auf der Suche
nach dem Ursprung des Lebens, Residenz Verlag
Mit ihrem ersten populärwissenschaftlichen Buch gelingt der
Wissenschaftlerin eine eindrucksvolle, schlüssige Erklärung ihrer
"RNA-Welt-Hypothese". Selbst ohne Vorkenntnisse weiß man am Ende
bestens Bescheid über Genetik und die Entstehung des Lebens sowie die
wunderbare Wirkungsweise der RNA.

- Naturwissenschaft/Technik:
Holger Wormer, Michael Dietz, Endlich Mitwisser!, Kiepenheuer &
Witsch
Die beiden Autoren haben ein gutes Gespür für Fragen zu Themen, die
viele interessieren und die im Alltag immer wieder auftauchen.
Ausgehend von ihrer Radiosendung haben sie die Höhepunkte nun in
einem Buch zusammengefasst und beweisen, dass wissenschaftliche
Seriosität und Humor kein Widerspruch sind.

- Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft:
Bill Bryson, Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge, Goldmann
Einer der weltweit erfolgreichsten Sachbuchautoren geht den
"alltäglichen Dingen" auf den Grund und unternimmt mit dem Leser/der
Leserin höchst originell einen Rundgang durch sein Haus, einem alten
Pfarrhof in England. Und er beweist: Ein Haus ist voller
Überraschungen und die historische Bedeutung von bestimmten Räumen
und Traditionen wird neu entdeckt.

- Junior Wissen:
Adrian Dingle, Wie man aus 92 Elementen ein ganzes Universum macht,
Bloomsbury
Das Buch bietet einen herrlich queren Einstieg in die Welt der
Elemente, Atome und Moleküle. Es geht um die 92 Elemente und wie sich
diese miteinander verbinden und somit jede Menge Dinge bilden -
eigentlich alle! Leicht verständlich und anschaulich mit buntem und
originellem Layout.

Die Preisverleihung durch Wissenschafts- und Forschungsminister
Karlheinz Töchterle findet am 14. Februar 2012 in der Aula der
Wissenschaften statt. Der Abend bietet nicht nur Gelegenheit, die
Wissenschaftsbücher nochmals näher unter die Lupe zu nehmen, sondern
auch die Möglichkeit, mit den Siegerautor/innen ins Gespräch zu
kommen.

Auch diesmal haben sich wieder mehr als 20.000 Interessierte an der
Wahl beteiligt und die Siegerbücher gewählt. Eine Expertenjury hat im
Vorfeld das Angebot an Wissenschaftsbüchern gesichtet und die
Shortlist erstellt. Bis 9. Januar 2012 hatte das Publikum die
Gelegenheit, die Sieger zu bestimmen.

Ein voller Erfolg ist auch der "Wissens-Trolley", der in Kooperation
mit dem Buchklub der Jugend durch Österreichs Schulen tourt. 70
Pakete der besten Junior-Wissensbücher samt Begleitmaterial für den
Unterricht stehen dafür zur Verfügung. Das große Interesse an dieser
Aktion zeigt, dass Wissensbücher auch bei Kindern und Jugendlichen
deutlich im Aufwind sind.

Erstmals hat sich diesmal eine Gruppe engagierter Studierende der
FH-Wien mit dem Wissenschaftsbuch beschäftigt und über Social Media
die Kommunikation vor allem mit dem jungen Publikum verstärkt.
Blog-Inhalte zu den Büchern wurden online gestellt, Jugendliche
wurden animiert, selbst Videos zu den Büchern zu drehen. Infos unter:
http://www.wissenschaftsbuch.at/junior/

Das österreichische Wissenschaftsministerium (BMWF) hat gemeinsam mit
dem Magazin Buchkultur diese Aktion im Jahr 2007 ins Leben gerufen
und will damit ein Signal setzen, um den Stellenwert des
wissenschaftlichen Sachbuches deutlich zu machen.
Wissenschaftsminister Töchterle sieht in dieser Aktion eine
"maßgeschneiderte Kommunikationsschiene zwischen
Wissenschaftler/innen und Lesepublikum". Dass Leserinnen und Leser
vermehrt zu diesem Genre greifen, freut nicht zuletzt auch die
Buchbranche: Jedes zehnte verkaufte Buch in Österreich ist ein
Sachbuch.

Informationen zur Wahl und zu den Büchern: www.wissenschaftsbuch.at

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0113 2012-01-16 12:39 161239 Jän 12 MWF0001 0658



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Minoritenplatz 5,
1014 Wien
Pressesprecher: Markus Gorfer
Tel.: +43 1 531 20 9027
mailto: markus.gorfer@bmwf.gv.at
www.bmwf.gv.at

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