- 16.01.2012, 12:03:58
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Ab sofort fischen wir auf Pump: Fischabhängigkeitstag
"die umweltberatung" empfiehlt Leinöl und Nüsse statt Fisch
Wien (OTS) - Nur zwei Wochen lang würden rein rechnerisch die
heimischen Fischvorräte für dieses Jahr reichen! Seit dem
Fischabhängigkeitstag am 15. Jänner ist Österreich also auf
Fischimporte aus der ganzen Welt angewiesen. "die umweltberatung"
empfiehlt, statt Fisch mehr Leinöl, Rapsöl, Walnüsse, Soja, Kohl,
Spinat und Kohlsprossen zu essen. Denn damit erhält der Körper die
wichtigen Omega-3-Fettsäuren, ohne dass die Meere leer gefischt
werden.
Die EU-Mitgliedsstaaten produzieren und konsumieren verschieden
große Mengen an Fisch. Dementsprechend erschöpfen sie ihre heimischen
Fischvorräte unterschiedlich schnell. Der Fischabhängigkeitstag (fish
dependence day) ist ein errechnetes Datum und gilt als Gradmesser für
die Selbstversorgung eines Landes mit Fisch.
Weite Anreise bis zum Teller
Für Österreich war der Fischabhängigkeitstag am 15. Jänner, für
die gesamte EU ist er am 2. Juli. Das bedeutet, dass beinahe die
Hälfte des europäischen Fischkonsums durch Fisch aus
außereuropäischen Gewässern gedeckt wird. Die Tatsache, dass der
Fischabhängigkeitstag der EU seit dem Jahr 2000 immer früher eintritt
zeigt, dass Europa immer mehr Fisch aus fremden Gewässern fischt und
der dortigen Bevölkerung die Lebensgrundlage entzieht. "Jeder zweite
in Europa konsumierte Fisch stammt mittlerweile von außerhalb der EU,
hauptsächlich aus Afrika und Asien. So suchen europäische, hoch
ausgerüstete Fangflotten weltweit nach den letzten großen
Fischbeständen und beuten dabei ganze Meeresregionen aus, zum
Beispiel Madagaskar oder die Seychellen", erklärt Mag.a Gabriele
Wittner, Ernährungsexpertin von "die umweltberatung".
Ohne Fisch geht's auch!
"Fisch wird wegen der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren für die
gesunde Ernährung empfohlen. Aber auch wer weniger oder keinen Fisch
isst, kann gesund leben. Denn Omega-3-Fettsäuren finden sich nicht
nur im Fisch, sondern auch in Pflanzen, besonders in Leinöl und
Rapsöl. In Walnüssen, Mohn, Soja und grünem Gemüse wie Kohl, Spinat
und Kohlsprossen sind die Omega-3-Fettsäuren ebenfalls enthalten",
empfiehlt die Ernährungswissenschafterin. Eine ausgewogene Ernährung
mit täglich fünf Portionen Obst und Gemüse und reichlich
Vollkornprodukten schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen.
Weniger ist besser fürs Meer
Je weniger Fische am Teller landen, desto besser können sich die
Meere von der Überfischung erholen. "Reduzieren Sie Ihren
Fischkonsum. Wenn Sie Fisch essen, wählen Sie aus dem wachsenden
Angebot von nachhaltig gefangenen oder gezüchteten Fischen",
appelliert Gabriele Wittner. Sie empfiehlt österreichischen
Bio-Fisch, Alpenlachs und heimische Fische aus Wildfang. Und wenn es
einmal Meeresfisch sein soll, dann am besten solcher, der mit dem MSC
Gütesiegel gekennzeichnet ist.
Informationen
Das Infoblatt "Fisch - nachhaltig aufgetischt" mit
Hintergrundinformationen zu umweltverträglichem Fischgenuss steht
kostenlos im Downloadbereich auf www.umweltberatung.at zur Verfügung.
Direkter Link zum Download:
http://www.konsumentinnen.umweltberatung.at/start.asp?b=2518&ID=15025
&layout=download
Bestellung um Euro 1,50 plus Euro 1,65 Versandkosten sowie
persönliche Beratung bei "die umweltberatung" unter 01 803 32 32.
Der Fischabhängigkeitstag wird jährlich von der Organisation
OCEAN2012 errechnet, die sich im Rahmen der Reform der europäischen
Fischereipolitik gegen die Überfischung der Meere innerhalb und
außerhalb der EU und für eine nachhaltige Fischereiwirtschaft
engagiert.
Rückfragehinweis:
"die umweltberatung" Wien, DIin Sabine Seidl
Tel. 01 803 32 32-72, mobil 0699 189 174 65
[email protected], www.umweltberatung.at
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