• 16.01.2012, 10:30:31
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Fair Play im öffentlichen Raum wird fortgesetzt

Teams ermuntern ParknutzerInnen weiterhin zu Eigeninitiative und Teilhabe

Wien (OTS) - Die Fair-Play-Teams werden weiterhin in Parks und auf
Öffentlichen Flächen dafür sorgen, dass Fairness herrscht. Der
Gemeinderatsausschuss für Bildung, Jugend, Information und Sport hat
Mittel in Höhe von insgesamt 560.000 Euro für die Jahre 2012 und 2013
genehmigt. Fair Play findet in enger Kooperation mit den Bezirken
statt. 2011 haben insgesamt 17 Wiener Bezirke Fair-Play-Teams in den
Sommermonaten im Einsatz gehabt. "Wir haben durchwegs positive
Rückmeldungen von allen beteiligten Gruppen. Die MitarbeiterInnen der
Fair-Play-Teams bringen Menschen dazu, sich mit den Herausforderungen
im öffentlichen Raum zu beschäftigen, sich aktiv an
Veränderungsprozessen zu beteiligen, und so für alle Beteiligten
befriedigende Lösungen zu finden", so Christian Oxonitsch.

Junge Menschen fühlen sich von Fair-Play am meisten
angesprochen

Über 50 sozial geschulte MitarbeiterInnen der Fair-Play-Teams
waren von Mai bis September 2011 in 17 Wiener Bezirken unterwegs, um
mit den ParknutzerInnen, an der Verbesserung des Zusammenlebens auf
öffentlichen Plätzen zu arbeiten und Gespräche zu führen. Die
Unterstützung der Fair-Play-Teams wurde von mehr Männern als Frauen
genützt. Ihr Anteil betrug im vergangenen Jahr rund 60 Prozent. Von
den Angeboten angesprochen fühlten sich aber alle Altersgruppen
gleichermaßen: Die Fair-Play-Teams hatten Kontakt mit 30,4 Prozent
Kindern bis 11 Jahre, 34,3 Prozent Jugendlichen bis 19 Jahren und
35,4 Prozent Erwachsenen.

Von Parkgestaltung bis zu persönlichen Problemen

Die Themenbereiche, mit denen die Fair-Play-Teams konfrontiert
werden, sind vielfältig: Angefangen bei Anliegen der Parkgestaltung
über geänderte Raumaufteilungen, Zustand der öffentlichen Flächen bis
hin zu unterschiedlichen Interessen in Bezug auf Ruhe bzw.
Spielbedürfnis.
Durch die regelmäßigen Begegnungen mit Erwachsenen, Jugendlichen
und Kindern im Park konnten die Fair-Play-Teams schrittweise das
Vertrauen der GesprächspartnerInnen gewinnen, sodass die Menschen in
weiterer Folge auch sehr persönliche Probleme mitteilten.

Es sind gerade persönliche Lebenslagen, die den Menschen sehr am
Herz liegen, und die in Gesprächen mit den Fair-Play-Teams erörtert
werden. Ob Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche, in Beziehungen oder
innerhalb der Familie. Hinzu kommen die Bereiche Ausbildung, Armut
und Wohnungssuche. Die Fair-Play-Teams versorgen interessierte
ParknutzerInnen mit entsprechendem Informationsmaterial, vernetzen
bei Bedarf mit Institutionen der Stadt Wien und kümmern sich im
Bedarfsfall auch um einen Schlafplatz für obdachlose Menschen. Das
Hauptaugenmerk liegt auf der Förderung von Begegnung, dem gemeinsamen
Tun und dem Ermuntern der NutzerInnen, ihre Anliegen zu äußern.
Wichtig für alle Beteiligten ist der kontinuierliche
Informationsfluss zwischen den NutzerInnen, den Fair-Play-Teams und
der jeweiligen Bezirksvorstehung.

Rudolfheim-Fünfhaus ganzjährig in Kontakt mit den BürgerInnen

Die Aufrechterhaltung der aufgebauten Kontakte und des
Informationsflusses war in Rudolfsheim-Fünfhaus mit ein Grund, dass
dieser Bezirk im Herbst 2011 als erster auf Ganzjährigkeit umgestellt
hat. Auch hier sind die positiven Aspekte hervorstechend, wie
Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal bestätigt. "Es ist von
unschätzbarem Wert, auf diese Weise die Fühler zu den MitbürgerInnen
auszustrecken, rasch auf deren Vorstellungen zu reagieren und sie
beteiligen zu können."

Die Ganzjährigkeit bietet auch den Vorteil, dass die aus den
Rückmeldungen entstandenen Projekte ohne Unterbrechung und mit
personeller Kontinuität geplant und durchgeführt werden können. Dabei
wird in den Wintermonaten wichtige Vorarbeit für die kommende Saison
geleistet. Dr. Safah Algader vom Verein Juvivo, dem Leiter des
Fair-Play-Teams im 15. Bezirk, nennt zwei besonders nennenswerte
Projekte: "In Zusammenarbeit mit dem Verein "KUS-Netzwerk für
Bildung, Soziales, Sport und Kultur" ist die Aufstellung von
Graffiti-Wänden geplant, die jeweils von den SchülerInnen der
Berufsschule Hütteldorferstraße zu bestimmten Themen, wie Gewalt oder
Rassismus, gestaltet werden sollen. Da Verunreinigung im öffentlichen
Raum eine kontinuierliche Problematik ist, wird weiters für das
Frühjahr 2012 ein Kooperationsprojekt mit der Abfall Recycling
Austria organisiert."

Für Gerhard Zatlokal wird an diesen Beispielen die wichtige
Vernetzungstätigkeit der Fair-Play-Teams deutlich. "Hier tritt die
Drehscheibenfunktion der Fair-Play-Teams zu Tage, die Möglichkeit,
die Interessen vieler MitbürgerInnen zu bündeln und in ihrem Sinne zu
vernetzen. Die Menschen wollen ihr Umfeld ja gestalten - und unter
anderem durch die Fair-Play-Teams werden sie dazu ermutigt."

Pressebild: http://www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragehinweis:

Renate Kraft
   Magistratsabteilung 13
   Fachbereich Jugend
   Telefon: 01 4000-84395
   E-Mail:[email protected]
   
   Edith Rudy
   Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch
   Tel.: +43 676 8118 81440
   mailto:[email protected]
   www.wien.gv.at/rk/

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