- 13.01.2012, 10:49:31
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SP-Mörk: Kontrollamt honoriert Neubauprogramm der Pflegewohnhäuser
Qualität, Kosten und Kontrolle der Pflegewohnhäuser stimmen
Wien (OTS/SPW-K) - Der aktuelle Kontrollamtsbericht zur Versorgung
der WienerInnen mit Pflegeplätzen durch die Gemeinde Wien und
gemeinnütziger Träger bestätigt den Weg des Wiener Geriatriekonzepts.
"Der Bericht lobt nicht nur die steigende Qualität der Pflegeplätze",
so SP-Gemeinderätin Gabriele Mörk, stellvertretende Gesundheits- und
Sozialausschussvorsitzende, "sondern bestätigt auch die angemessenen
Errichtungskosten der neuen Häuser sowie die ordnungsgemäße Kontrolle
durch die Aufsichtsbehörden."
Das Wiener Wohn- und Pflegeheimgesetz (WWPG) setzte 2005 neue Normen
für Pflegeeinrichtungen fest. Das hat zu einem Investitionsschub bei
städtischen und privaten Pflegeeinrichtungen geführt. Damit erhalten
pflegebedürftige WienerInnen ein zeitgemäßes Betreuungsumfeld, in dem
sie sich wohl fühlen können. Das Kontrollamt stellte zudem fest, dass
"sowohl die privaten Träger als auch der Krankenanstaltenverbund
(KAV) und das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP)
gleichermaßen bemüht waren, den Bewohnerinnen bzw. Bewohnern einen
über den baulich-technischen Mindeststandard des WWPG deutlich
hinausgehenden Komfort zu bieten".
Die Errichtungskosten der neuen Pflegewohnhäuser und Innovativen
Wohn- und Pflegehäuser liegen laut Kontrollamtsbericht zwischen ein
und drei Prozent über den ursprünglich geschätzten Errichtungskosten.
Hier, so hält der Bericht fest, "bestand seitens des Kontrollamtes
somit kein Anlass zur Bemängelung." Die Grundkosten des
Pflegewohnhauses Meidling betreffend muss festgehalten werden, dass
der Grundkostenanteil den Richtlinien der Wohnbauförderung
entspricht. Zudem sind zahlreiche ExpertInnen der Auffassung, dass
der Wert eines Grundstücks von der Nutzungsfläche maßgeblich bestimmt
wird und nicht vom Grundriss, wie das Kontrollamt meint.
Was den Vergleich der Kosten pro Bett, Quadratmeter Nutzfläche,
Brutto-Grundfläche oder Brutto-Rauminhalt der einzelnen Häuser
betrifft ist laut Kontrollamt "die Aussagekraft dieser Kennwerte
aufgrund konzeptioneller und planerischer Unterschiede der einzelnen
Projekte stark eingeschränkt". Die Unterschiede ergeben sich unter
anderem aus den unterschiedlichen Schwerpunkten der Träger. So liegt
der Focus der Pflegewohnhäuser des KAV nicht nur auf der Pflege
sondern auch auf der medizinischen Betreuung chronisch und mehrfach
kranker älterer Menschen. Bei privaten Trägern steht vermehrt die
Pflege im Vordergrund.
Das Kontrollamt bestätigte der Aufsichtsbehörde Magistratsabteilung
40 (Soziales, Gesundheits- und Sozialrecht), dass "die Behörde
Beschwerden umgehend und lückenlos verfolgt" und sie daher "ihrem
gesetzlichen Auftrag nachkam und ihre Möglichkeiten im Interesse der
Bewohnerinnen bzw. Bewohner ausschöpfte".
Die Anregungen des Kontrollamts wurden aufgegriffen und weitgehend
umgesetzt. So wurden Möbel auf den Gängen des Geriatriezentrums
Liesing entfernt, um den Fluchtweg zu verbreitern. Im Pflegewohnhaus
Leopoldstadt wurde das Fluchtwegekonzept überarbeitet, sodass der
gewerberechtlichen Bewilligung der Cafeteria nichts mehr im Wege
steht. Im Otto-Wagner-Pflegezentrum wurde im Pavillon 15 ein zweiter
Handlauf angebracht. In den neuen Pflegewohnhäusern Leopoldstadt und
Meidling wurden nach den Begehungen des Kontrollamts erste
Evakuierungsübungen durchgeführt.
"Das Kontrollamt sieht im Neubauprogramm der Pflegewohnhäuser des KAV
sowie der neuen Innovativen Wohn- und Pflegehäuser von KAV und KWP
eine Erhöhung des Pflege- und Betreuungsstandards in Wien. Damit
erreichen wir gleichzeitig mehr Pflegeplätze und eine höhere
Qualität", so Mörk abschließend. (Schluss)
Rückfragehinweis:
SPÖ-Klub Rathaus, Presse
Mag. Louis Kraft
Tel.: (01) 4000-81 943
mailto:[email protected]
www.rathausklub.spoe.at
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