• 13.01.2012, 10:39:57
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SPÖ-Einsatz gegen Energiearmut in Oberösterreich: ElWOG-Zielbestimmung und jährliches Monitoring

Jahn: "Immer mehr Strom- und Gasabschaltungen in Privathaushalten."

Linz (OTS) - Die niedrigstverdienenden 25 Prozent der Bevölkerung
müssen 8,3 Prozent ihres Einkommens allein für Energiekosten
ausgeben. "Weiter verschärft durch die ebenfalls stark ansteigenden
Wohn- und Lebenshaltungskosten scheitern immer mehr Menschen an der
finanziellen Bewältigung ihres Alltags. Deshalb verstärken wir jetzt
unser Engagement gegen Energiearmut, weil eine warme Wohnung und
ausreichend Strom für den häuslichen Bedarf ein menschliches
Grundrecht ist", stellt SPÖ-Klubchefin Mag.a Gertraud Jahn klar. Im
Unterausschuss zum Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWOG) am 12.
Jänner 2012 hat die SPÖ gefordert, den Einsatz gegen Energiearmut in
die Zielbestimmungen aufzunehmen. Zusätzlich wird ein
SPÖ-Initiativantrag für einen jährlichen Bericht zur Energiearmut für
die kommende Landtagssitzung vorbereitet.

Die Bedeutung von Energie tritt oft erst dann aktiv ins Bewusstsein,
wenn sie nicht (mehr) verfügbar ist. Derzeit sind jährlich 60.000
Haushalte in Österreich von Strom- oder Gasabschaltungen betroffen.
Hintergrund ist nahezu immer finanzielle Armut. "Armut ist immer auch
Energiearmut. Ist das einkommensschwächste Viertel vor fünf Jahren
noch mit 5,6 Prozent ihres Einkommens für Energiekosten ausgekommen,
so sind es heute extrem hohe 8,3 Prozent", nimmt Jahn auf die
dramatischen Vergleichsdaten Bezug. Die Steigerungsraten sind in den
höheren Einkommensbereichen prozentuell deutlich geringer - für das
bestverdienende Einkommensviertel ist der Anteil sogar gesunken.
Ursache dessen ist nicht zuletzt die aufgehende Schere bei der
Einkommensverteilung.

In Italien etwa gibt es schon seit Jahrzehnten einen Spartarif, der
insbesondere finanziell schwächeren Haushalten einen kostengünstigen
Mindestbedarf an Energie sichert. "Wenn man einen freien
Basisverbrauch anbietet und zusätzlich progressive Steigerungsraten
vorsieht, dann ist das natürlich auch ein Anreiz zum Energiesparen
und verbindet soziale mit ökologischen Zielen", argumentiert die
SPÖ-Klubvorsitzende.

Mit einem Initiativantrag für die kommende Landtagssitzung wird die
SPÖ einen jährlichen Bericht zur Energiearmut einfordern, der
insbesondere Daten über Abschaltungen und Zahlungsrückstände im
Bereich der jeweiligen Energieformen umfassen soll.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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