- 13.01.2012, 08:37:10
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Gewerkschaftsforderungen für den Sozialbereich unfinanzierbar
Verhandlungen für den BAGS Kollektivvertrag 2012 unterbrochen
Wien (OTS) - "Der Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen
muss für die Organisationen in der Sozialwirtschaft finanzierbar
sein. Vor dem Hintergrund der Einsparungsmaßnahmen bei den
öffentlichen Haushalten ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer
Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,1 % daher völlig unrealistisch.
Die ArbeitgeberInnenseite hat eine Abgeltung in Höhe der zu Beginn
der Verhandlungen von beiden Verhandlungsparteien außer Streit
gestellten Inflationsrate angeboten. Unter Berücksichtigung der
Biennien ergäbe sich bei diesem ArbeitgeberInnenangebot bereits im
Schnitt eine über der Inflation liegende Lohn- und Gehaltsanpassung.
Darüber hinaus wurde von den ArbeitgeberInnen unter anderem eine
Verbesserung bei der Anrechnung der Elternkarenz zugesagt.", fasst
Wolfgang Gruber, Verhandlungsführer und Vorstandsvorsitzender der
Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe
(BAGS) die Ergebnisse der dritten Verhandlungsrunde zusammen.
Die BAGS bedauert als ArbeitgeberInnenvertretung, dass die
Verhandlungen zu keinem positiven Abschluss gebracht werden konnten.
Wie bereits in den letzten Jahren liegen auch in diesem Jahr die
Forderungen der Verhandlungsparteien weit auseinander. Die
ArbeitgeberInnen der Sozialwirtschaft werden aber weiterhin alle
Anstrengungen unternehmen, die unterbrochenen Verhandlungen im Sinne
eines gemeinsamen und konstruktiven Ergebnisses fortzusetzen. Die
nächste Verhandlungsrunde ist für Februar geplant.
Die Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und
Sozialberufe (BAGS) wurde im Bestreben, gleiche Arbeitsbedingungen
für gleiche Tätigkeiten in ein und derselben Branche zu schaffen, im
Februar 1997 mit freiwilliger Mitgliedschaft gegründet. Sie
verhandelte in der Folge mit den Fachgewerkschaften GPA-djp und vida
einen bundesweiten Kollektivvertrag für den gesamten Bereich der
Gesundheits- und Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit,
der Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt sowie der
Arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen. Mit der Satzung des BAGS
Kollektivertrages unterliegen fast 90.000 Arbeitnehmer und
Arbeitnehmerinnen diesem Kollektivvertrag.
Rückfragehinweis:
Generalsekretariat der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für
Gesundheits- & Sozialberufe (BAGS)
Mag.a Maria Lenglachner
Tel.: 01 402 62 09 21, Mobil: 0676 83 402 221
mailto: [email protected]
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