• 12.01.2012, 16:23:40
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  • OTS0209 OTW0209

Stellungnahme der Volkshilfe zum Kinderwohnheim Pitten

Volkshilfe Wien begrüßt Klärung der Vorwürfe gegen ehemaligen Mitarbeiter

Wien (OTS) - Zu den aktuellen Berichten über das Kinderwohnheim
Pitten betont die Volkshilfe Wien, dass die Würde und das körperliche
und seelische Wohl in der Arbeit mit anvertrauten Kindern das höchste
Gut ist. Aus Sorge um die Entwicklung der Kinder ist die Volkshilfe
Wien daher an einer lückenlosen Aufklärung höchst interessiert.
Nachdem im Juni 2010 der Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch
einen Mitarbeiter des Wohnheims Pitten aufgetaucht ist, hat die
Volkshilfe Wien unverzüglich gehandelt. Die zuständigen
Strafverfolgungsbehörden wurden informiert und der Mitarbeiter
unverzüglich abgezogen.

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat im Sommer 2010 die
Anzeige sehr rasch zurückgelegt. Das Dienstverhältnis mit dem
betroffenen Mitarbeiter wurde unter Einhaltung der gesetzlichen
Regelungen schnellstmöglich aufgelöst.

Da der Schutz und das Wohl der Kinder oberste Priorität haben,
wurde von den Verantwortlichen der Volkshilfe Wien sichergestellt,
dass es keinen weiteren Kontakt des Mitarbeiters zu den Kindern gab.
Die Kinder wurden umgehend psychologisch betreut und seitdem
therapeutisch begleitet.

Aufgrund neuer Verdachtsmomente hat die Staatsanwaltschaft Wiener
Neustadt die Untersuchungen Ende 2011 wieder aufgenommen. Diese
Untersuchungen werden von der Volkshilfe Wien ausdrücklich begrüßt
und uneingeschränkt unterstützt. Die Arbeit der Volkshilfe basiert
auf einer klaren Menschenrechtshaltung, ein Verstoß gegen
fundamentale Kinderrechte muss entsprechende Konsequenzen haben.

Die Volkshilfe Wien hat umfassende personelle und organisatorische
Maßnahmen gesetzt, um derartige Vorfälle in Zukunft zu verhindern: Es
wurden eine neue pädagogische Leitung eingesetzt, ein neues
pädagogisches Konzept erarbeitet und verstärkte Ausbildungsmaßnahmen
für die MitarbeiterInnen gesetzt. Derzeit wird auch ein neues Team
aufgebaut. Im Vordergrund stehen bei allen Maßnahmen absolute
Professionalität, Transparenz und Offenheit im Sinne einer guten
Entwicklung der anvertrauten Kinder. In Kürze werden zwei Wohngruppen
nach Wien übersiedeln.

Fazit
Die Volkshilfe Wien hat auf den im Sommer 2010 vorliegenden
Verdacht rasch und umfassend reagiert und die Verdachtslage zur
Anzeige gebracht. Die neuerlichen Untersuchungen der
Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt werden vorbehaltslos unterstützt.
Mit einem neuen Team und einem neuen pädagogischen Konzept wird die
Arbeit für Kinder im Wohnheim Pitten auf eine neue Basis gestellt.

Rückfragehinweis:
Volkshilfe Wien
Mag.a (FH) Christine Penz
Tel.: 0043 1 360 64-79
mailto:[email protected]
www.volkshilfe-wien.at

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