• 12.01.2012, 13:42:08
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AMIS-Pleite - Finanzprokuratur "blufft"

Republik nimmt Abfindungsangebote ohne Erreichen der 83% Quote an!

Feldkirch (OTS) - Die Republik Österreich bemüht sich seit vielen
Monaten 83% der AMIS Anleger dazu zu bewegen, einen Vergleich
(Abfindungsangebot) anzunehmen, in dem 27% der Schadenssumme an den
AMIS Anleger ausbezahlt werden und dieser auf den Rest der Forderung
gegen die Republik Österreich gänzlich verzichtet.

Weitere Fristverlängerung - unnötiges Hinhalten der AMIS Anleger
Mehr als fünf Jahre wurden die AMIS Anleger hingehalten und sollen
jetzt billig abgespeist werden. Die Frist zur Unterfertigung und
Rücksendung des Vergleichs wurde ein viertes Mal auf aktuell
29.02.2012 verlängert.

Heinz Kapferer, der Leiter der Gruppe BHAG "Berater helfen Amis
Geschädigten", hat sich dreimal mit dem Präsidenten der
Finanzprokuratur Herrn Dr. Wolfgang Peschorn und Herrn Hofrat Dr.
Robert Steiner getroffen, um ein besseres Angebot als die billige
Abspeisung von 27% zu erwirken. Kapferer bemängelte auch, dass die
Republik eine völlig unklare Entschädigungshöhe aus Luxemburg als
Basis berücksichtigt und dazu noch Anleger, die in ein Depot
einbezahlt und dieses nach Verlusten umgeschichtet haben,
benachteiligen.

Kapferer stieß bei seinen Gesprächen mit den Verantwortlichen der
Finanzprokuratur wiederholt auf "taube Ohren" und bekam lediglich zu
hören, dass es kein besseres Angebot als die 27% geben wird. Man
könne auch auf die Anleger, welche umgeschichtet haben keine
Rücksicht nehmen. Diese erhalten von der Republik 27% vom reduzierten
Betrag (Depotwert bei Umschichtung), nicht vom eigentlichen Schaden,
dem einbezahlten Betrag. Die klare Aussage, dass mindestens 83% der
AMIS Anleger den Vergleich beantragen müssen, damit dieser von der
Republik angenommen wird, wurde immer wieder bekräftigt.

Kapferer stellt fest, dass die Finanzprokuratur "geblufft" hat
Da alles darauf hinausläuft, dass die Entschädigungseinrichtung AeW
nicht zahlungsfähig ist und daher die Republik in der AMIS-Pleite
haftet, zeigt sich die Finanzprokuratur und damit die Republik
wankelmütig und ist nicht pakttreu.

Von der 83%igen Zustimmungspflicht ist seit Dezember 2011 keine
Rede mehr. Jeder AMIS Anleger, der das Abfindungsangebot
unterschreibt, erhält von der Republik sehr rasch die 27% von der
Summe, die von der Finanzprokuratur als richtig betrachtet wird. Und
das obwohl sich bis jetzt nur etwa 35% aller AMIS Anleger für das
Abfindungsangebot entschieden haben.

Die vielen Fristverlängerungen sind also nicht als Chance für AMIS
Anleger zu werten, sondern dienen mehr der Republik, um günstig aus
der AMIS-Pleite auszusteigen. Es ist nicht fair, in Kenntnis des
eigenen Verschuldens, Staatsbürgern und Mitmenschen ein "Geschenk"
vorzutäuschen.

"Klagsflut" gegen die Republik unvermeidlich

Kapferer war seit 2006 stets durch Gespräche mit der Republik
Österreich bemüht eine angemessene Entschädigung für die AMIS Anleger
zu erlangen. Nach dem "Bluff" und den gescheiterten
Gesprächsversuchen soll nun aber ein anderer, harter Weg gegen die
Republik eingeschlagen werden.

Bis jetzt haben 1.134 AMIS Anleger mit einer Forderungssumme von
rund 13 Millionen Euro die EAS Erste Allgemeine Schadenshilfe
(Prozessfinanzierer) beauftragt, um ihr Risiko auszulagern. Auch vom
Anwalt der EAS wurden bereits Gespräche mit der Republik geführt und
vermittelt, dass beabsichtigt wird für alle Anleger eine Klage
einzubringen, wenn die Republik ihr Angebot nicht wesentlich
verbessert. Die EAS hat zudem Kontakt zu anderen Anwaltskanzleien die
viele AMIS Anleger vertreten aufgenommen, um eine gemeinsame
koordinierte Vorgangsweise zu erreichen.

Kapferer hofft und rechnet damit, dass die EAS Anfang 2012 ihren
Anwalt Dr. Hans-Jörg Vogl aus Feldkirch beauftragen wird, die Klagen
für alle AMIS Anleger gegen die Republik einzubringen.

Rückfragehinweis:
Heinz Kapferer
+43 676 844005666

Dr. Hans-Jörg Vogl
+43 5522 77777, [email protected], www.vogl.or.at

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