• 12.01.2012, 11:15:22
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Marhold: KAV setzt auf stetige Qualitätsverbesserungen in der TurnusärztInnenausbildung

Wien (OTS) - Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) ist nicht
nur größter Ausbildner in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen.
"Auch in der ÄrztInnenausbildung ist der KAV mit seinem gemeinsam mit
der Ärztekammer durchgeführten TurnusärztInnenprojekt bereits seit
Jahren österreichweit in einer anerkannten Vorreiterrolle" betont
KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold. Bereits im März 2005 fiel
der Startschuss für die Ausbildungsoffensive. Seitdem setzt
Österreichs größter Krankenhausträger neue Standards in der
TurnusärztInnenausbildung, indem sie in verschiedene Arbeitspakete
aufgeteilt, optimiert und rechtsverbindlich ausgestaltet wurde.

Aktuell werden im Wiener Krankenanstaltenverbund 1033
Jung-medizinerInnen ausgebildet. 540 befinden sich davon in der
Ausbildung zum Facharzt bzw. Fachärztin und 493 MedizinerInnen machen
den sogenannten "Turnus" und werden in der Folge
AllgemeinmedizinerInnen. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist der
Dialog zwischen Ärztlichen DirektorInnen, PrimarärztInnen und
TurnusärztInnen. Nur so können die Erfahrungen und daraus
resultierenden Erkenntnisse in die Ausbildungs-strategien
eingearbeitet und die MedizinerInnenausbildung auf dem letzten Stand
gehalten werden. Ein eigener Erlass, die "Rahmenleitlinie Medizin und
Pflege", verpflichtet ÄrztInnen und Pflegepersonal zu bestmöglicher
Zusammenarbeit. So werden Kompetenzen schriftlich in einer Art
"Pflichtenheft" festgelegt. Ziel dabei ist eine effiziente
PatientInnenversorgung, Risikominimierung und laufende
Qualitätsverbesserung durch die Anwendung des 4-Augen-Prinzipes.

Fort- und Weiterbildungsbeauftragte ÄtzInnen in den Häusern stellen
sicher, dass die hausinterne Aus- und Fortbildung der TurnusärztInnen
als Ergänzung und Vertiefung einer fundierten Ausbildung strukturiert
erfolgen kann. Nicht nur grundlegende allgemeinmedizinische
Kenntnisse, sondern auch spezifische medizinische Fachkenntnisse
werden im Rahmen der Fort- und Weiterbildungsbeauftragte vermittelt.
Die Dokumentation des Lernfortschritts erfolgt im sogenannten
Logbuch. Mit dem Logbuch für TurnusärztInnen in Ausbildung zum/zur
AllgemeinmedizinerIn hat der KAV einen weiteren Schritt zur
Steigerung der Qualität in der Turnusärzteausbildung gesetzt. Das
Logbuch wird von dem/der Fort- und Weiterbildungsbeauftragten
Arzt/Ärztin zu Beginn der Ausbildung ausgegeben und ist während der
gesamten Turnuszeit nachweislich zu führen, um die erreichten
Lernziele zu dokumentieren und den Inhalt des Curriculums für alle an
der Ausbildung Beteiligten transparent und nachvollziehbar zu machen.
Eine erste Evaluierung ist nach sechs Monaten vorgesehen.

Der KAV setzt neben den gewohnten Qualitätsstandards wie transparente
Anmeldelisten, Logbuch oder schrittweise Einführung administrativer
Hilfe auch auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Das
Pilot-Projekt Teilzeit-Turnus läuft gerade an.

Rückfragehinweis:
Wiener Krankenanstaltenverbund/Presse
Conny Lindner, Tel.: 01/40409-70054
E-Mail.: [email protected]

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