• 12.01.2012, 10:31:12
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BZÖ-Grosz: Steirische Schulreform wird von der falschen Seite angegangen!

"Notwendige Schulschließungen stehen am Ende und nicht am Beginn eines solchen Prozesses" - BZÖ fehlt "der große Wurf", Grossmann-Vorschläge reines "Stückwerk"

Graz (OTS) - Der so genannte Bildungsplan 2012 der steirischen
Bildungslandesrätin Elisabeth Grossmann "zäume das Pferd von der
falschen Seite auf". "Nicht am Beginn, sondern am Ende eines solchen
Prozesses steht die durchaus notwendige Schließung von
Kleinstschulen. Der steirische Bildungsapparat muss vom Kopf
beginnend reformiert werden. Zuerst steht daher die längst notwendige
Abschaffung des sinn- und nutzlosen Landesschulrates und der
unzähligen Bezirksschulräte auf der Tagesordnung, dann die
flächendeckende Sicherstellung und Neuorientierung der Bildung nach
ökonomisch sinnvollen Kriterien und erst am Schluss die Schließung
oder Neuimplementierung von Schulen", so der steirische BZÖ-Chef Abg.
Gerald Grosz am Donnerstag.

Der SPÖ-Bildungsplan sei "kein großer Wurf". Eine groß angelegte
steirische Bildungsreform fehle komplett. Großmann müsse sich mit
dieser Vorgangsweise den Vorwurf gefallen lassen, nach dem Qualtinger
Motto "der Wilde auf seiner Maschin" vorzugehen. Grossmann beschränke
sich auf Schulschließungen, habe aber keinerlei Vorschläge für eine
grundsätzliche Reform des steirischen Bildungswesens gemacht.

"Wir wollen eine Beseitigung von Doppelgleisigkeiten in der
Schulverwaltung und ein einheitliches Dienst- und Besoldungsrecht für
unser Lehrpersonal. Die Direktoren unserer Schulen haben
Unternehmerkompetenzen aufzuweisen, damit der Schulalltag so
gestaltet werden kann, dass Lehrer von Verwaltungsaufgaben
weitestgehend befreit sind. Weiters befürworten wir einen flexibleren
Personaleinsatz und die Auflösung der Schulsprengel. Unser
Bildungssystem stammt in seinen Grundstrukturen aus der Zeit Maria
Theresias. Eine Modernisierung unseres schulischen Bildungssystems -
ohne dabei aber die Wahlfreiheit für Eltern und Schüler aufzugeben -
ist im Sinne unserer jungen Menschen und deren Zukunft dringend
erforderlich!", so Grosz.

Der steirische Bündnischef hätte sich auch erwartet, dass die SPÖ
endlich das "heiße Eisen Nachhilfe" angehe. "Tausende steirische
Schülerinnen und Schüler mit einem oder mehreren "Nicht Genügend" in
ihren Zeugnissen sind auf Nachhilfe angewiesen. Derzeit müssen ihre
Eltern für private Nachhilfe tief in die Tasche greifen.
Durchschnittlich 1000 Euro geben Eltern in der Steiermark für die
Nachhilfe ihrer Kinder pro Jahr aus. Wir wollen eine kostenlose
Nachhilfe an den steirischen Schulen, diese solle in den letzten drei
Wochen der Sommerferien erfolgen. Damit ist einerseits eine gute
Vorbereitung auf die Nachprüfung möglich, andererseits würden davon
besonders sozial schwache Familien wie Mehrkinderfamilien, Familien
mit einem Alleinverdiener, alleinerziehende Eltern mit geringem
Einkommen und Familien mit Migrationshintergrund profitieren. Diese
Maßnahme bedeutet für uns gelebte Chancengleichheit um eine fundierte
Allgemeinbildung und darauf aufbauend verbesserte berufliche
Qualifikationen zu erlangen", erklärt Grosz.

Rückfragehinweis:
BZÖ-Steiermark/Presse

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