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OTS0174   11. Jan. 2012, 16:39

SP-Richter: Wolfgang Aigner hat keine Ahnung vom Sport!


Die Behauptung, Frauen würden im Sport bevorzugt,
ist unerhört. Der Ex-ÖVP- und jetzt parteifreie Gemeinderat Wolfgang
Aigner empört den organisierten Sport in Wien, indem er sich
gegenüber der Tageszeitung "Heute" darüber beschwert, dass Mädchen-
und Burschenmannschaften für Wiener Meistertitel ungleich honoriert
werden. Er unterstellt eine ungerechtfertigte Bevorzugung von Frauen
im Sport.****

"Die Realitätsverweigerung von Herrn Aigner ist unerhört", sagt
WAT-Vizepräsidentin Anja Richter. "Es ist leider genau das Gegenteil
der Fall. Der Sport ist nach wie vor eine Männerdomaine. Eine
Untersuchung der Plattform 100% Sport zeigt, dass weit über 70% der
Fördermittel in den Männersport fließen, Österreichs Sportgremien zu
86% mit Männern besetzt sind und 95% der Verbandstrainer männlich
sind. Auch in Wien dominieren traditionsreiche Männermannschaften die
Sportlandschaft. Es ist längst an der Zeit mit sinnvollen Maßnahmen
entgegenzutreten und den Weg in die Gleichberechtigung von Frauen und
Männern im Sport einzuleiten. 200 Euro mehr Förderung für jeden
Wiener Mädchenmeistertitel können hier erst der Anfang sein! Herr
Aigner zeigt mit seiner Aussage auf bedrückende Art und Weise, dass
er ein Problem mit Frauenförderung und keine Ahnung vom Sport hat."
(Schluss)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0174 2012-01-11 16:39 111639 Jän 12 DSW0002 0201



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