OTS0168   11. Jan. 2012, 15:44

Gewerkschaft kritisiert Schließung von Landwirtschaftsschulen in der Steiermark

Freie Bildungswahl für junge Menschen wird eingeschränkt.


Der Bundesvorsitzende der
Landwirtschaftslehrer/innen-Gewerkschaft Dominikus PLASCHG zeigt sich
über die angekündigte Schulschließungswelle in der Steiermark äußerst
enttäuscht und ortet ein Versagen der zuständigen Landes- und
Bundespolitiker. Es sei nicht gelungen, die Unterrichtskosten in
diesem Schulbereich als Bildungskosten auszuweisen und zu
budgetieren, sondern es werde nach wie vor von "Landes-, Bundes- oder
Bauerngeld" gesprochen. Dies führe dazu, dass nicht die Ausbildung
für die jungen Menschen im Mittelpunkt stünde, sondern nur mehr die
Frage, wer sie zu zahlen hätte. Die Länder würden versuchen,
"Landesgeld" zu sparen, das Landwirtschaftsministerium wiederum sein
"Bauerngeld". Durch die Schließung von Landwirtschaftsschulen würden
lediglich die Schüler/innen in das allgemeine Schulwesen abgedrängt
und so die Unterrichtskosten vom Landwirtschaftsministerium ins
Unterrichtsministerium verschoben werden. "Dass bei diesem Spielchen
die ländlichen Regionen um ein äußerst gefragtes Bildungsangebot
gebracht werden und gleichzeitig zig Arbeitsplätze im
landwirtschaftlichen Schulbereich auf der Strecke bleiben, kümmert
offenbar niemand" so Plaschg.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0168 2012-01-11 15:44 111544 Jän 12 NOB0001 0171



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Rückfragehinweis: Dominikus Plaschg
GÖD-BV 27
0664-441 92 08

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