- 11.01.2012, 12:21:12
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"Wiener Lesetest 2012" am 29. Februar und 1. März
Wien (OTS) - "Der 'Wiener Lesetest 2012' stellt die konsequente
Fortsetzung der im vergangenen Jahr begonnenen Leseoffensive an Wiens
Schulen dar. Auf der einen Seite werden mittels Nachtestungen die
Erfolge der intensivierten Leseförderung für leseschwache
SchülerInnen sichtbar gemacht, andererseits werden - wie bereits im
vergangenen Jahr - alle Kinder der 4. und 8. Schulstufe in ihrer
Lesekompetenz getestet", stellte Wiens Amtsführende
Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl im Rahmen einer
Pressekonferenz mit BIFIE-Direktor Günter Haider fest.
Zur Erinnerung: Bei der PISA-Wien-Konferenz im Jänner 2011 wurde
mit allen SchulpartnerInnen, ExpertInnen sowie Kooperationspartnern
aus Politik und Wirtschaft ein Maßnahmenpaket zur Steigerung der
Lesekompetenz der Wiener SchülerInnen beschlossen. Den Ausgangspunkt
stellt der "Wiener Lesetest" dar.
Erstmals wurden im Frühjahr 2011 alle SchülerInnen der 4. und 8.
Schulstufe an öffentlichen und privaten Volks-, Hauptschulen und AHS
getestet. In Zahlen nahmen 14.442 VolksschülerInnen der 4. Schulstufe
und 15.474 SchülerInnen der 8. Schulstufe am Test teil.
Ergebnisse des Lesetests 2011: Im Bereich der 4. Schulstufe
(Volksschule) wurde die Lesekompetenz nach 3 Stufen (Stufe 1:
schwache Lesekompetenz, Stufe 3: sehr hohe Lesekompetenz)
unterschieden.
Stufe 1: 24 % (Buben 24%, Mädchen 23%)
Stufe 2: 42 % (Buben 42%, Mädchen 41%)
Stufe 3: 35 % (Buben 33%, Mädchen 36%)
Im Bereich der 8. Schulstufe ergab sich nach Punkten (Mittelwert
aller SchülerInnen ist der Wert 500) folgendes Bild der
SchülerInnen-Verteilung:
Unter 300 Punkte: 3 % (Buben 3%, Mädchen 3%)
300 bis 400 Punkte: 16 % (Buben 19%, Mädchen 15%)
400 bis 500 Punkte: 28 % (Buben 30%, Mädchen 28%)
500 bis 600 Punkte: 33 % (Buben 31%, Mädchen 33%)
600 bis 700 Punkte: 19 % (Buben 16%, Mädchen 19%)
Über 700 Punkte: 1 % (Buben 1%, Mädchen 2%)
Der Test selbst wurde - und wird auch im heurigen Jahr -
wissenschaftlich und logistisch vom BIFIE (Bundesinstitut für
Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen
Schulwesens) unterstützt und vom Stadtschulrat durchgeführt.
Details zum Lesetest 2012
Zielgruppe:
o Alle SchülerInnen der 4. und 8. Schulstufe an öffentlichen und privaten Volks-, Hauptschulen und AHS. Konkret: o 14.829 VolksschülerInnen der 4. Schulstufe o 15.651 SchülerInnen der 8. Schulstufe
Zeitpunkt:
o Die 4. Schulstufe wird am 29.2.2012 flächendeckend getestet. o Die 8. Schulstufe wird am 1.3.2012 flächendeckend getestet. o SchülerInnen, die fehlen, holen den Test bis 7.3.2012 nach.
Die Ergebnisse des Tests liegen bis 30.5.2012 vor und werden den
SchülerInnen persönlich übermittelt.
Nachtestungen: 5000 besonders leseschwache SchülerInnen des 1. Tests
werden nach 5 Monaten Förderung nachgetestet.
Die besonderen Stärken des "Wiener Lesetests":
o Der Lesetest erfasst die Lesefähigkeiten der Wiener Schülerinnen und Schüler genau und individuell. o Im Gegensatz zu PISA werden nicht ausgewählte Schülergruppen getestet, sondern ALLE Schüler und Schülerinnen der 4. Volksschule und der 4. AHS/HS (= 8. Schulstufe). Konkret werden 30.480 SchülerInnen getestet. o Es bekommen - ebenfalls im Gegensatz zu PISA - alle SchülerInnen ihr individuelles Testergebnis übermittelt.
Vor allem aber: Auf Basis der detaillierten Ergebnisse werden
gezielte Maßnahmen zur Förderung des Lesens und des
Textverständnisses ergriffen. So wurde bereits im neuen Schuljahr ein
Bündel an Leseförderinitiativen (die in einer Sonderkommission - der
so genannten "SOKO Lesen" - von ExpertInnen erarbeitet wurden) für
leseschwache SchülerInnen umgesetzt.
Als erster Schritt wurde an Wiens Schulen in der 4. und 5. Schulstufe
mit Beginn des Schuljahres ein "Startwoche Lesen"-Projekt
durchgeführt. Dieses diente einerseits als "Sofortmaßnahme", um von
vornherein die Kinder auf den Schwerpunkt Lesen "einzuschwören",
andererseits konnten im Zuge dieses Projektes erste Schritte zur
gezielten Förderung von leseschwachen SchülerInnen gesetzt werden.
Für die Gruppe der leseschwachen SchülerInnen wurde direkt
nachfolgend ein "Intensivkurs Lesen" in lernunterstützenden
Kleingruppen angeboten.
Und noch eine Innovation: Für Kinder, die erst spät in unser
Schulwesen eintreten und nur rudimentäre Deutschkenntnisse besitzen,
wurden so genannte "Crashkurse" eingerichtet. Ziel dieser 6- bis
8-wöchigen Kurse ist es, durch Intensivübungen und lebenspraktische
Beispiele die Sprach- und somit auch Kommunikationskompetenz im
alltäglichen Leben rasch zu verbessern.
Für all diese Projekte wurden Lehr- und Lernmaterialien bzw.
Vorschläge entwickelt. Unabhängig von all diesen Neuerungen wurden
die Sprachförderkurse für außerordentliche SchülerInnen
selbstverständlich unverändert weitergeführt.
Fakten zur Leseoffensive:
Zahl der SchülerInnen bei der "Startwoche Lesen": rund 25.800
Zahl der SchülerInnen in "Intensivkursen Lesen": rund 3.700
Zahl der SchülerInnen in "Crashkursen": rund 200
Zahl der SchülerInnen in Sprachförderkursen: rund 3.120
Zahl der SchülerInnen in Alphabetisierungskursen: rund 50
o Pressebild: www.wien.gv.at/gallery2/rk/run.php?g2_itemId=14876
(Schluss) ssr
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Dragana Lichtner und Matias Meißner
Medien- und Pressereferat des Stadtschulrates
Telefon: 01 525 25-77014
E-Mail: [email protected]
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