• 11.01.2012, 12:07:20
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Schwentner: Gleichbehandlungsgesetz noch heuer nachschärfen

Grüne fordern mehr Tempo bei der Gleichstellung

Wien (OTS) - "Mit dem derzeitigen Schneckentempo bei der
Gleichstellung werden es die Fraueneinkommen nie auf die Überholspur
schaffen. Angesichts der gewaltigen Einkommensunterschiede zwischen
Frauen und Männern brauchen wir nicht einen Spaziergang der kleinen
Schritte, da muss der Laufschritt einlegt werden. Frauenministerin
Heinisch-Hosek muss noch heuer an einer Nachschärfung des
Gleichbehandlungsgesetzes arbeiten", kommentiert Judith Schwentner,
Frauensprecherin der Grünen, die heute veröffentlichten neuen Daten
der Statistik Austria.

Diese zeigen, dass Arbeitnehmerinnen im Jahr 2010 um 31,1 Prozent,
also um fast ein Drittel, weniger verdient haben als ihre männlichen
Kollegen. Ein Grund für den Einkommensunterschied ist die hohe
Teilzeitquote, denn fast jede zweite Frau ist Teilzeit beschäftigt.
Schwentner fordert deshalb: "Damit auch teilzeitbeschäftigte Frauen
eine Chance auf einen Vollzeitjob bekommen, braucht es ein
gesetzliches Rückkehrrecht in Vollzeit. Teilzeitbeschäftigte sollen
bei betriebsinternen Bewerbungen für Vollzeitstellen bevorzugt
werden".

Schwentner fordert bei der Gleichberechtigung gesetzliche
Verpflichtungen anstatt freiwillige Selbstverpflichtungen. Diese
bringen laut Schwentner wenig bis nichts. "Erst seit Betriebe mit
Verwaltungsstrafen bedroht werden können, beginnen sie Gehaltsangaben
bei Stellenausschreibungen anzugeben", sagt Schwentner. "Die 2011
eingeführten Einkommensberichte sind ebenfalls eine freiwillige Übung
für die Betriebe. Es überprüft niemand, ob diese Berichte überhaupt
erstellt werden und was anschließend damit geschieht. Wenn Männer und
Frauen ungleich bezahlt werden, braucht es Konsequenzen. Unternehmen
sollen zur Erstellung von Frauenförderplänen verpflichtet werden",
fordert Schwentner.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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