• 10.01.2012, 14:36:06
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Wien: 2 Millionen Euro für mehr Frauen in der Forschung

ZIT - Die Technologieagentur der Stadt Wien fördert gezielt Projekte von Frauen in der betrieblichen Forschung

Wien (OTS) - Nur jede 6. Person, die in Österreich in einem
Unternehmen forscht, ist eine Frau. Wien steuert erfolgreich gegen
den Bundestrend. In den vergangenen Jahren konnte die Wiener
Frauenquote im Laufe der letzten vier Jahre in Forschungsunternehmen
von 17 auf 21 Prozent gesteigert werden und sie soll weiter wachsen.
Denn jährlich ist der Anteil der Frauen, die ein technisches oder
naturwissenschaftliches Studium absolvieren, mit 33 Prozent weit
höher als jener der Frauen, die später tatsächlich in der Forschung
arbeiten. Die Wirtschaftsagentur Wien setzt mit ihrer Tochter ZIT -
der Technologieagentur auf gezielte Anreize für Wiener
Forschungsunternehmen, Frauen zu fördern. Der Förderwettbewerb
"FemPower 2012" bietet ab jetzt für Forschungsprojekte, die von
Frauen geleitet werden, oder sich inhaltlich mit den
unterschiedlichen Bedürfnissen von Kundinnen und Kunden
auseinandersetzen, Förderungen in der Höhe von 25.000 bis 500.000
Euro. Die Einreichfrist läuft bis 12. April.

Wirtschaftsförderung wirkt

"Für unsere Wirtschaft ist es unerlässlich, dass noch mehr Frauen
den Weg in die Forschung finden", so Renate Brauner,
Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin. "Denn jene
Studienabgängerinnen naturwissenschaftlicher und technischer Studien,
stellen ein unschätzbares Potenzial für unsere innovativen Wiener
Unternehmen dar." Daher hat die ZIT als Tochter der
Wirtschaftsagentur Wien bereits drei Förderwettbewerbe für Frauen in
der betrieblichen Forschung durchgeführt. Bei diesen Calls ist es
gelungen, dass drei Viertel der Personen, die an den geförderten
Projekten mitwirken, Frauen waren. Auch bei sämtlichen anderen
Förderwettbewerben und -programmen wird ein zusätzlicher Bonus von
10.000 Euro vergeben, wenn die Projektleiterin weiblich ist.

Die kontinuierliche Überprüfung und Aufarbeitung der Förderdaten der
ZIT ("Gender Monitoring") gibt Auskunft darüber, ob die
Förderinstrumente ihren Zweck erfüllen, wieviel Mitarbeiterinnen im
Vergleich zu ihren männlichen Kollegen verdienen und vieles mehr.
Daraus können im Gender Monitoring Bericht des vergangenen Jahres
folgende Entwicklungen abgelesen werden: der Einkommensunterschied
zwischen Frauen und Männern ist seit 2008 im Durchschnitt von 793
Euro auf 726 Euro gesunken; die Förderprogramme der ZIT haben
insofern gewirkt, als bei Projekten im Rahmen der vergangenen
FemPower Förderwettbewerbe weit mehr Frauen in Projekten
mitgearbeitet haben als im Rahmen anderer Förderprogramme. Auffallend
sind auch die Branchenunterschiede: Die Informations- und
Kommunikationstechnologien (IKT) haben mit 15 Prozent einen besonders
niedrigen Frauenanteil bei den MitarbeiterInnen in geförderten
Projekten. In den Life Sciences dagegen sind 53 Prozent der
wissenschaftlichen ProjektmitarbeiterInnen Frauen.

Der Förderung von Frauen wird in allen Bereichen der ZIT umgesetzt.
Im Rahmen des Content Award Vienna vergibt die ZIT jährlich den
Sonderpreis FemPower. Um Freude an Naturwissenschaften und Technik
bereits bei den Jüngsten zu entfachen, wird im Rahmen des Wiener
Forschungsfestes oder der "Ideenattacke! ZIT Forschungsstunde" für
VolksschülerInnen der 3. und 4. Schulstufe ein besonderes Augenmerk
darauf gelegt, Mädchen für Forschung und Innovation zu begeistern.

Die Besten mögen gewinnen

Gesucht werden bei dem Förderwettbewerb "FemPower 2012" Projekte, die
im Vergleich zu bereits am Markt befindlichen Produkten,
Dienstleistungen und Verfahren eine klare technologische
Weiterentwicklung darstellen. Sie müssen von einem Wiener Unternehmen
mittels eigener Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durchgeführt -
und später ökonomisch verwertet werden. Die Einreichungen werden
Mitte Juni 2012 von einer mit internationalen Expertinnen und
Experten besetzten Jury beurteilt. Vorsitzende der Jury ist Sonja
Hammerschmid, Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Service:

Die ZIT begleitet Wiener Unternehmen als Technologieagentur der Stadt
Wien im gesamten Innovationsprozess: mit Beratungsangeboten,
monetären Förderungen, technologiespezifischen Immobilien sowie
Kommunikation der Innovationen von Wiener Unternehmen. Im Jahr 2000
als Tochter der Wirtschaftsagentur Wien gegründet, konnte die ZIT
bislang alleine durch die Calls rund 250 Projekte mit mehr als 40
Millionen Euro unterstützen. Dadurch wurden Gesamtinvestitionen von
rund 130 Millionen Euro ausgelöst.

Webtipps: www.zit.co.at (Schluss) kw

Rückfragehinweis:

PID-Rathauskorrespondenz:
   www.wien.gv.at/rk/
   Kristina Wrohlich
   Leitung Kommunikation ZIT
   Telefon: 01 4000-86737
   Mobil: 0699 140 86737
   E-Mail: [email protected]
   
   Uschi Kainz
   Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. 
   Leitung Kommunikation 
   Telefon: 01 4000 86583
   Mobil: 0699 140 86583
   E-Mail: [email protected]
   
   Ferdinand Pay
   Mediensprecher Vbgmin Renate Brauner
   Telefon: 01 4000 81845#
   Mobil: 0676 8118 81845
   E-Mail: [email protected]

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