- 10.01.2012, 12:32:30
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FP-Kappel: Neuerlicher Millionenverlust durch Unicredit-Kapitalerhöhung
Stadt Wien hat über Ex-AVZ insgesamt knapp 1,7 Milliarden Euro verzockt
Wien (OTS/fpd) - Die gestern begonnene Kapitalerhöhung der
italienischen Großbank Unicredit führt zu neuerlichen
Millionenverlusten der Privatstiftung zur Verwaltung von
Anteilsrechten, besser bekannt als ehemalige Anteilsverwaltung
Zentralsparkasse bzw. AVZ. Während seitens Finanzstadträtin Brauner
weiterhin dementiert wird, dass die massiven Kursverluste der
Unicredit Auswirkungen auf die Gemeinde Wien hätten, verliert die
Ex-AVZ neuerlich einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag und hat
somit in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt knapp 1,7 Milliarden
Euro verzockt. Geld, das der Wiener Steuerzahler für den Verkauf der
Anteile an der Zentralsparkasse erhalten hatte, kritisiert die
Gemeinderätin der FPÖ-Wien, Dr. Barbara Kappel.
Der Aktienkurs der Unicredit verlor innerhalb einer Woche fast 57
Prozent seines Wertes, das ist der größte Kursverfall seit 25 Jahren.
Laut Mailänder Finanzexperten läuft die Kapitalerhöhung nur
schleppend, weil es wenig Liquidität am Markt gebe und die Aussichten
der Bank für das nächste Geschäftsjahr mäßig seien. Daneben hält
Unicredit italienische Staatsanleihen im Wert von rund 38 Milliarden
Euro, ein Faktum, das auf Anleger abschreckend wirkt. Ebenso hat
Unicredit für 2011 Dividendenzahlungen ausgesetzt, sodass Analysten
nun zum Verkauf raten.
All das lässt die Wiener Finanzstadträtin aber offenbar kalt, ebenso
die Vorstände der Ex-AVZ, die Banker Samstag, Randa, Kadrnoska und
Zwickl. Denn immerhin hielt die Stiftung bis zur Kapitalerhöhung rund
0,7 Prozent der Unicredit-Anteile, deren Wert nun in den Keller
gerasselt ist, sagt Kappel, die bereits mehrfach das Fehlen eines
professionellen Risiko- und Portfoliomanagements der Gemeinde Wien
kritisierte. Entsprechende Anträge wurden seitens der FPÖ auf
Gemeindebene eingebracht, jedoch von der rot-grünen Stadtregierung
abgelehnt. "Ich vermisse in diesen wichtigen Fragen den notwendigen
Realitätssinn der rot-grünen Stadtregierung. Was wir hier erleben,
ist reines Glücksspiel zu Lasten der Wiener Steuerzahler", schließt
Kappel. (Schluss) hn
Rückfragehinweis:
FPÖ-Wien, Pressestelle
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