- 10.01.2012, 10:49:07
- /
- OTS0085 OTW0085
SOS-Kinderdorf: Hilfe für Haiti wird noch viele Jahre dauern
Nach Nothilfe folgt Wiederaufbau: Zwei neue SOS-Kinderdörfer, sieben Schulen und über zehn Sozial- und Gemeindezentren werden für die Kinder Haitis neu gebaut bzw. saniert.
Wien/Innsbruck/Port-au-Prince (OTS) - In den ersten zwölf Monaten
nach dem Beben hat SOS-Kinderdorf täglich bis zu 23.000 Kinder mit
Essen versorgt, sie bei Bedarf medizinisch betreut und auch hunderte
unbegleitete Kinder vorübergehend aufgenommen. Heute liegt das
Hauptaugenmerk der Arbeit nicht mehr auf der Nothilfe, sondern im
langfristigen Wiederaufbau.
Zwei neue SOS-Kinderdörfer & Bau/Sanierung von sieben Schulen
In Port-au-Prince und Les Cayes werden zwei neue SOS-Kinderdörfer
für 265 Kinder gebaut und zwei zusätzliche SOS-Schulen für 1.000
Schüler errichtet sowie fünf öffentliche Schulen saniert bzw.
erweitert. In Kooperation mit der Universität Quisqueya
(Port-au-Prince) werden Aus-/Weiterbildungsprogramme für Lehrer
gestartet. Spenden aus Österreich fließen in den Neubau des
SOS-Kinderdorfes Les Cayes sowie in den Bau und die Sanierung der
Schulen.
Hilfe für Familien wird durch zusätzliche Sozialzentren fast
verdoppelt
16 Sozial- bzw. Gemeindezentren unterstützen in Port-au-Prince
1.900 Kinder und ihre Familien, sie bieten Tagesbetreuung, Essen,
Nachhilfe und Beratung. 2012 werden zehn weitere Gemeindezentren dazu
kommen. Auch in Les Cayes werden Familienförderprogramme Kindern und
deren Familien aktiv unter die Arme greifen.
Lage der Kinder in Haiti nach wie vor dramatisch
Insgesamt ist die Situation verlassener Kinder in Haiti
dramatisch, die Bedingungen in den Waisenhäusern sind teilweise
katastrophal. Hier müssten so rasch wie möglich Maßnahmen ergriffen
werden, um eine kindgerechte Betreuung sicherzustellen.
SOS-Kinderdorf stellt sein Know-how zur Verfügung, um gemeinsam mit
staatlichen Stellen und anderen NGOs an der dringenden Verbesserung
der Betreuungsqualität und Rechtslage zu arbeiten.
Langer Atmen ist notwendig: echte Konsolidierung wird Jahre dauern
Die Regierung von Haiti, die internationale Staatengemeinschaft
sowie viele Hilfsorganisationen haben in den vergangenen zwei Jahren
dazu beigetragen, dass ein Teil der äußeren Spuren des Erdbebens
beseitigt wurden. Ein Wiederaufbau in diesem Umfang ist aber ein
komplexer und langwieriger Prozess, noch dazu wenn die Katastrophe
ein Land trifft, das sich seit Jahrzehnten in einer chronischen
politischen, sozialen und wirtschaftlichen Krise befindet.
Die Schaffung eines engmaschigen Sozialnetzes, die stärkere
Beteiligung der Bevölkerung und der Aufbau kommunaler Ressourcen sind
für den Wiederaufbau unerlässlich: "Ansonsten wird Haiti, das an
einer entscheidenden Kreuzung steht und die Chance auf eine Wende
hat, falsch abbiegen und in der Entwicklung noch weiter
zurückgeworfen", warnt SOS-Kinderdorf-Präsident Helmut Kutin. "Wir
alle, die wir uns verpflichtet haben, den Menschen in Haiti zu
helfen, müssen unsere Versprechen einlösen, auch wenn eine echte
Konsolidierung noch Jahre dauern wird. Die Menschen müssen sehen,
dass die Richtung stimmt und sie mitgestalten können."
Richard Pichler, Generalsekretär von SOS-Kinderdorf International,
ist derzeit in Haiti und steht für Interviews zur Verfügung. Bei
Interesse bitte rechtzeitig melden! Denn die direkte Kommunikation
und Erreichbarkeit ist nicht immer sofort herstellbar.
Rückfragehinweis:
SOS-Kinderdorf/Presse Innsbruck
[email protected]; 0512/5918-221, 0676/88144-201
SOS-Kinderdorf/Presse Wien
[email protected]; 01/368 31 35-91, 0676/88144-486
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SOS






