OTS0048   10. Jan. 2012, 10:00

ÖH zu PädagogInnenbildung: Realität hat Institutionenfrage schon längst eingeholt

seit Jahren nichts als Lippenbekenntnisse zu Relevanz von Bildung


"Seit Jahren wird die Debatte um die
PädagogInnenbildung auf politischer Ebene inhaltlich ausgehöhlt. Das
Lippenbekenntnis zur Relevanz von Bildung vom Kindergarten an gibt
es, tatsächliche Schritte in diese Richtung fehlen jedoch komplett.
In Anbetracht dieses Bekenntnisses bräuchte es die derzeitige
Diskussion der Zusammenführung von Universitäten und Pädagogischen
Hochschulen nicht - es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass
diese gleichwertig sind und unter einem Dach geführt werden können",
erklärt Martin Schott vom ÖH Vorsitzteam. "Wir fordern ein
einheitliches hochwertiges tertiäres Ausbildungssystem für alle
PädagogInnen, in der die Pluspunkte von den jetzigen Institutionen
zusammenfließen! Salzburg, Klagenfurt oder Graz beispielsweise haben
diese Streitfrage de facto schon hinter sich gelassen und
kooperieren."

"Die Unis könnte die didaktisch-pädagogische Kompetenz der
Pädagogischen Hochschulen bereichern, die Pädagogischen Hochschulen
könnten wiederum im fachwissenschaftlichen Bereich und in der
Forschung auf universitärem Niveau besser vorankommen. Kinder, egal
welcher Altersstufe würden von der akademischen Ausbildung ihres
Lehrpersonals - also einer Zusammenführung der Institutionen -
profitieren. Es braucht ein Zusammendenken aller
Ausbildungsinstitutionen der PädagogInnenbildung, sowie einen Master
für alle PädagogInnen", fordert Angelika Gruber vom Vorsitzteam der
ÖH.

"Die zwei Ministerien - nämlich das BMWF und das BMUKK - müssen sich
endlich an einen Tisch setzen und einen Fahrplan für die
PädagogInnenbildung Neu vorlegen, der alle Institutionen beinhaltet,
unter Einbeziehung aller beteiligter Vertretungen und Institutionen.
Der Entwicklungsrat für Pädagogische Hochschulen muss zu einem
Entwicklungsrat für alle pädagogischen Ausbildungsinstitutionen
werden. In Realität existiert die Institutionenfrage in vielen
Bundesländern schon gar nicht mehr, sondern Kooperation steht an der
Tagesordnung. Wie lange können sich die übrigen Bundesländer, sowie
die Bundespolitik vor dieser Realität noch verschließen", fragt sich
Peter Grabuschnig, ÖH Generalsekretär abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0048 2012-01-10 10:00 101000 Jän 12 NHO0001 0302



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Sara Scheiflinger,
Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at;
http://www.oeh.ac.at

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