- 09.01.2012, 14:07:17
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Brunner zu Ölpest in Neuseeland: Umsteigen auf saubere Technologien -jetzt!
Grüne: Österreichische Regierung muss raus aus dem Ölgeschäft
Wien (OTS) - Im Oktober 2011 hat der Ölfrachter Rena in Neuseeland
bereits eine Ölkatastrophe verursacht. Nun passierte neuerlich eine
Katastrophe, da der Frachter auseinanderbricht. Bis jetzt sind schon
400 Tonnen Öl ins Meer gelangt und rund 20.000 Seevögel gestorben.
Noch immer ist eine gewaltige Menge Öl an Bord, die jetzt ins Meer
auslaufen könnte. Schon jetzt ist diese Ölpest die größte
Umweltkatastrophe Neuseelands.
"Dieses Unglück zeigt leider wieder einmal deutlich wie wenig unter
Kontrolle und wie gefährlich das Geschäft mit Öl ist. Wie viele
Katastrophen müssen noch passieren, bevor wir endlich aus dem
dreckigen Ölgeschäft aussteigen", fragt die Umweltsprecherin der
Grünen, Christiane Brunner und weiter: "Wie lange wollen wir unseren
Planeten noch zerstören? Das Festhalten am Ölgeschäft ist vor allem
auch deshalb unverständlich, weil es mittlerweile saubere
Technologien gibt."
"Eines ist klar: Wer im dreckigen Ölgeschäft mitmacht, ist auch für
solche Katastrophen mitverantwortlich. Wer dafür nicht verantwortlich
sein will, muss aussteigen! Das gilt auch für Österreich", sagt
Brunner.
Während die Regierung ein riesiges Sparpaket schnürt, um das Budget
zu sanieren und dabei auch zentrale Zukunftsprojekte wie Bildung,
Forschung, Unis und den Umwelt- und Klimaschutz kaputt sparen will,
werden milliardenteure Autobahnprojekte nicht in Frage gestellt.
"Während für die Förderung der thermischen Sanierung gerade einmal 50
Mio. Euro vorgesehen sind, will die Regierung bis 2015 sieben
Milliarden Euro in Autobahn- und Schnellstraßenprojekte investieren",
erklärt Brunner. Darunter sind verkehrspolitisch sinnlose
Megaprojekte wie die Lobau-Autobahn (S1, Wien, NÖ; Kosten 1,7 Mrd.),
die Schnellstraßenprojekte S36/S37 (Kärnten, Steiermark; Kosten: 1
Mrd. Euro), die S8 (NÖ, Marchfeldschnellstraße; Kosten: 600 Mio.
Euro), die S7 (Burgenland; Kosten: 550 Mio. Euro) und der Linzer
Westring (A26, OÖ; Kosten für vier km: 530 Mio. Euro).
Brunner fordert daher von der österreichischen Bundesregierung einen
"Stopp österreichischer Beteiligungen an internationalen Gas- und
Ölpipelineprojekten, keinen Neubau oder keine Wiederinbetriebnahme
von Kraftwerken, die mit Öl, Gas oder Kohle betrieben werden und
ebenso einen Baustopp für in Planung befindliche Autobahnen und
Schnellstraßen. Darüber hinaus fordern die Grünen die Einführung
einer CO2-Steuer im Rahmen einer ökosozialen Steuerreform sowie die
Ausdehnung der LKW-Maut auf alle Straßen und einen Stopp für
Förderungen von Ölheizungen."
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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