"profil": Mehr Atomstrom für Österreichs Pumpspeicher-Kraftwerke

Zum Pumpen wird halbe Jahresleistung eines Reaktorblocks des AKW Mochovce importiert - Umweltdachverband fordert strenge Kennzeichnungspflicht

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf neue Berechnungen des Umweltdachverbands berichtet, wird für den Betrieb von Österreichs Pumpspeicherkraftwerken in wachsendem Ausmaß billiger Atomstrom importiert. Pro Jahr werden demnach bereits 1600 Gigawattstunden Atomstrom für die Pumpspeicherung in Österreichs Kraftwerken wie Kaprun oder Limberg eingesetzt, was 55 Prozent der jährlichen Stromproduktion eines Reaktorblocks im slowakischen AKW Mochovce entspricht. "Man darf nicht wie der Verbund-Konzern mit grünen Batterien werben, wenn dort so viel Atomstrom zum Einsatz kommt", kritisiert der Geschäftsführer des Umwelt-Dachverbands, Michael Proschek-Hauptmann. Der größte Zusammenschluss von Umwelt-NGOs fordert nun eine strenge Kennzeichnungspflicht für Pumpstrom, vor allem für den geplanten Bau von acht neuen Anlagen. Diese Forderung soll beim nächsten "Atomgipfel" unter Leitung von Bundeskanzler Werner Faymann am 16. Jänner offiziell erhoben werden.

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