Neues Volksblatt: "Taten setzen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 7. Jänner 2012

Linz (OTS) - Genau genommen müssten die Gewerkschafter einen Aufnahmestopp für den öffentlichen Dienst lauthals begrüßen -schließlich gibt es keinen besseren Beschäftigungsgaranten als die zu erledigende Arbeit, die sich auf das bestehende Personal verteilt. Weniger Leute haben eigentlich umso mehr zu tun.
Aber eine solche Argumentation wäre genauso unredlich wie jene des roten Gemeindebedienstetengewerkschafters, der gleich mit dem Totschlagargument kam und meinte, er könne sich nicht vorstellen, dass es zu Einschränkungen im Spital und bei den Ambulanzen, bei der Müllabfuhr, der Wasserversorgung, im Nahverkehr oder bei der Schneeräumung komme.
Wenn ÖVP-Chef Spindelegger sagt, man müsse von alten Dogmen abrücken, dann sollte man das ernst nehmen. So wie im öffentlichen Dienst über eine bedarfsorientierte Personalpolitik nachzudenken ist, muss man auch die Wirtschaft in die Pflicht nehmen und im Kampf gegen das vorzeitige Pensionsvirus auf Arbeitsplätze für die Älteren pochen. Wer sich zur Budgetkonsolidierung bekennt, muss selbst Taten setzen und darf nicht nur mit guten Ratschlägen vom Spielfeldrand aus aufwarten. Klar ist auch: Auf Zeit zu spielen ist keine Option, das sorgt nur für Verunsicherung.

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