"Schuldenbremse darf nicht zur Solidaritätsbremse werden"

Sternsinger besuchen heimische Politiker - "Sparpakte nicht auf Kosten der Ärmsten der Welt schnüren"

Wien, 06.01.12 (KAP) "Die Schuldenbremse darf zu keiner Solidaritätsbremse werden" - mit dieser Botschaft ermahnen derzeit die Sternsinger der Katholischen Jungschar bei ihren Politiker-Besuchen die österreichischen Entscheidungsträger. Insbesondere für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit (EZA) drohe das neue Jahr zu einem "schlechten Jahr" zu werden -bestehe doch die "große Gefahr, dass die in den letzten Jahren ohnehin drastisch gekürzten Mittel der staatlichen EZA weiter reduziert werden", heißt es in einer Presseaussendung der Dreikönigsaktion. Die geplanten Sparpakete dürften jedoch "nicht auf Kosten der Ärmsten der Welt geschnürt werden".

Sorgenvoll verfolge man die aktuelle Diskussion über Sparpakete insbesondere im Bereich der EZA, erklärte Martin Krenn, Bundesvorsitzender der Katholischen Jungschar. Bildung, die Sicherung von Lebensgrundlagen, eine Stärkung der Menschenrechte und die Förderung von Kindern und Jugendlichen seien "die Grundvoraussetzungen, um den Teufelskreis von Armut und Ausbeutung auf Dauer durchbrechen zu können". Wer an diesen Stellen spare, "fördert die Armut von Morgen", so Krenn. Dagegen könnte sich die Politik am Engagement der Sternsinger und der gesamten Jungschar "ein Vorbild in Sachen globaler Verantwortung" nehmen.

Bislang klopften die Sternsinger - österreichweit sind rund 85.000 mit ihrer frohen Botschaft unterwegs, um Spenden für die Hilfsprojekte der Katholischen Jungschar zu sammeln - u.a. bereits bei Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger, mehreren Ministern und dem österreichischen Fußball-Bundestrainer Marcel Koller an. Am 9. Jänner folgen noch Besuche u.a. bei Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, am 10. Jänner schließlich beim Wiener Bürgermeister Michael Häupl.

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