• 06.01.2012, 13:57:57
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"Schuldenbremse darf nicht zur Solidaritätsbremse werden"

Sternsinger besuchen heimische Politiker - "Sparpakte nicht auf Kosten der Ärmsten der Welt schnüren"

Wien, 06.01.12 (KAP) "Die Schuldenbremse darf zu keiner
Solidaritätsbremse werden" - mit dieser Botschaft ermahnen derzeit
die Sternsinger der Katholischen Jungschar bei ihren
Politiker-Besuchen die österreichischen Entscheidungsträger.
Insbesondere für die österreichische Entwicklungszusammenarbeit
(EZA) drohe das neue Jahr zu einem "schlechten Jahr" zu werden -
bestehe doch die "große Gefahr, dass die in den letzten Jahren
ohnehin drastisch gekürzten Mittel der staatlichen EZA weiter
reduziert werden", heißt es in einer Presseaussendung der
Dreikönigsaktion. Die geplanten Sparpakete dürften jedoch "nicht auf
Kosten der Ärmsten der Welt geschnürt werden".

Sorgenvoll verfolge man die aktuelle Diskussion über Sparpakete
insbesondere im Bereich der EZA, erklärte Martin Krenn,
Bundesvorsitzender der Katholischen Jungschar. Bildung, die
Sicherung von Lebensgrundlagen, eine Stärkung der Menschenrechte und
die Förderung von Kindern und Jugendlichen seien "die
Grundvoraussetzungen, um den Teufelskreis von Armut und Ausbeutung
auf Dauer durchbrechen zu können". Wer an diesen Stellen spare,
"fördert die Armut von Morgen", so Krenn. Dagegen könnte sich die
Politik am Engagement der Sternsinger und der gesamten Jungschar
"ein Vorbild in Sachen globaler Verantwortung" nehmen.

Bislang klopften die Sternsinger - österreichweit sind rund 85.000
mit ihrer frohen Botschaft unterwegs, um Spenden für die
Hilfsprojekte der Katholischen Jungschar zu sammeln - u.a. bereits
bei Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Werner Faymann und
Vizekanzler Michael Spindelegger, mehreren Ministern und dem
österreichischen Fußball-Bundestrainer Marcel Koller an. Am 9.
Jänner folgen noch Besuche u.a. bei Nationalratspräsidentin Barbara
Prammer und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, am 10. Jänner
schließlich beim Wiener Bürgermeister Michael Häupl.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) hkl/

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