ORF-TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher zu den haltlosen Anwürfen gegen die ORF-TV-Information in der Tageszeitung "Die Presse"

Wien (OTS) - ORF-TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher weist die in
der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Die Presse" (5. Jänner 2012) unter dem Titel "Wurde ein 'Zeit im Bild'-Beitrag verhindert?" kolportierten Anschuldigungen als "völlig haltlos" zurück. Sein Leserbrief an den "Presse"-Chefredakteur Michael Fleischhacker im Wortlaut:

"Verschwörungstheorien klingen immer spannend, und wenn 'man' - also anonyme Quellen - ein lieb gewordenes politisches Vorurteil zu bestätigen scheinen, dann setzt offenbar bei manchen die journalistische Sorgfaltspflicht aus. So geschehen in Ihrem am Mittwoch erschienenen und mit Fragezeichen versehenen Bericht über einen 'angeblich' verschwundenen ZiB-Bericht zur Causa Faymann/ASFINAG-Inserate.

Entscheidungen darüber, was in der Zeit im Bild eine Geschichte ist, fallen in der ZiB-Redaktion - und zwar ausschließlich in der Redaktion. Über die Profil-Vorabmeldung, dass ein ASFINAG-Zeitungsinserat an die 'Kleine Zeitung' offenbar direkt aus dem Büro des damaligen Verkehrsministers Werner Faymann beauftragt worden ist, haben wir an diesem Tag auf Meldungsebene in der ZiB um 13.00 Uhr, in der ZiB um 17.00 Uhr, in der ZiB 1, in der ZiB 20 sowie in der Spät-ZiB berichtet. In der am selben Tag produzierten 'Presse am Sonntag' findet sich die von Ihnen wortreich als 'in der ZiB verhinderte' Geschichte als Einspalter auf Seite acht wieder. Gesamtlänge des 'Presse'-Berichts: zehn Zeilen. Na hoffentlich hat es da keine Intervention gegeben.

Richtig ist im Übrigen, dass ich Ihrer Redakteurin gesagt habe, dass Redakteursstatut und ORF-Gesetz die ORF-Journalisten gegen alle unzulässigen Einflussnahmen schützen und eine unabhängige Berichterstattung gewährleisten. Unrichtig ist aber der Schluss Ihrer Redakteurin, ich würde die Angst der Redakteure in der gegenwärtigen Debatte nicht verstehen. Unabhängigkeit, journalistische Professionalität und Glaubwürdigkeit sind die zentralen Aufgaben öffentlich-rechtlicher Nachrichten. Diese Werte zu verteidigen, da kämpfen Redaktion und Chefredakteur des Aktuellen Dienstes Seite an Seite."

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