Rechtsvertreter von Dr. Petrikovics: Einspruch gegen Anklage eingebracht

Wegen Ignorierung von Beweisanträgen sowie zahlreicher Mängel der Anklageschrift

Wien (OTS) - Die Rechtsvertreter von Dr. Karl Petrikovics haben gestern fristgerecht Einspruch gegen die Anklageschrift erhoben. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter und Rechtsanwalt Dr. Otto Dietrich begründen diesen Schritt mit zahlreichen Fehlern in der Anklage selbst, vor allem aber mit schweren Unzulänglichkeiten im Vorverfahren.

"Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft waren einseitig und unvollständig, wesentliche Beweisanträge wurden bis dato schlicht ignoriert, von einer sachlichen und für eine Hauptverhandlung bei Gericht ausreichenden Aufbereitung der Materie kann keine Rede sein. Es wäre für alle Prozessbeteiligten unzumutbar, erst in der Hauptverhandlung mit ungleich größerem Aufwand all das nachholen zu müssen, was die Staatsanwaltschaft im Vorverfahren verabsäumt hat. Die noch offenen Beweisanträge und Ermittlungsschritte hätte die Staatsanwaltschaft allein in dem halben Jahr zwischen der Ankündigung der Anklageschrift im August und deren Zustellung jetzt erledigen können. Stattdessen hat man sich in eine vorschnelle Anklage geflüchtet, vielleicht auch, um weiteren Rechtsmitteln gegen die Nichtbehandlung von Beweisanträgen und auch weiteren Beweisanträgen zuvorzukommen. Daher haben wir Einspruch erhoben und - wie im Gesetz vorgesehen - die vorläufige Zurückweisung der Anklageschrift beantragt", so Brandstetter und Dietrich.

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