Allianz Studie: "Demographie-Gewinner" Gesundheit und Umwelt
Wien (OTS) - Innerhalb von nur 100 Jahren hat sich die
Weltbevölkerung auf 7 Milliarden Menschen vervierfacht, gegen Ende
dieses Jahrhunderts werden es 10 Milliarden sein.
Bevölkerungsalterung in den Industrieländern sowie
Bevölkerungswachstum in den Schwellenländern machen den globalen
Megatrend "Demographischer Wandel" zur Investmentchance, bei dem vor
allem der Gesundheits- und Umweltsektor an Bedeutung gewinnen
könnten, zeigt eine aktuelle Studie von Allianz Global Investors.
"Der demographische Wandel ist ein struktureller Trend mit
potenziell gewaltigen gesellschaftlichen und ökonomischen
Auswirkungen, sowohl für die Staatshaushalte als auch für jeden
Einzelnen. Langfristig gesehen, bieten sich dadurch gute
Investmentchancen", erklärt Martin Bruckner, Vorstand der Allianz
Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in
Österreich.
2050: Zahl der Über-65-Jährigen verdreifacht sich
Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung weiter wachsen, und
zwar voraussichtlich um gut 30 Prozent auf über 9 Milliarden
Menschen. Lediglich für Europa und Japan ist mit einem Rückgang der
Bevölkerung zu rechnen. Weltweit wird sich die Zahl der
Über-65-Jährigen bis 2050 nahezu verdreifachen und von gegenwärtig
rund 530 Millionen auf 1,5 Milliarden ansteigen. Davon werden allein
in China 330 Millionen leben, das damit mehr Einwohner im
Pensionsalter haben wird als ganz Europa zusammen, welches dann
voraussichtlich 193 Millionen Über-65-Jährige zählen wird. Letztlich
altert die Weltbevölkerung damit doppelt: Zum einen sinken die
Geburtenraten und damit die Zahl der Neugeborenen, wodurch die
Gesellschaft als Ganzes altert, und zum anderen wird der Einzelne
immer älter.
Weltweiter Anstieg der Verweildauer in Pension
"Eine alternde Gesellschaft benötigt mehr, nicht weniger Kapital,
denn sie muss in zunehmendem Maße Arbeit durch Kapital
substituieren", erklärt Bruckner. Dies werde auch durch die
ansteigende Lebenserwartung deutlich, die in Europa zu einer enormen
Zunahme der Zeit geführt hat, die der Einzelne in Pension verbringt.
In Österreich hat sich diese Zeitspanne seit den 1970er Jahren
verdoppelt: War die damals durchschnittliche Verweildauer im
Ruhestand 12,4 Jahre, beträgt sie heute 23,1 Jahre. Nur die Franzosen
sind aktuell noch länger in Pension - durchschnittlich 24 Jahre. Bis
Mitte des Jahrhunderts werden auch heutige Schwellenländer diese
Werte erreichen - weltweit wird die durchschnittliche Lebenserwartung
bei Pensionsantritt auf über 20 Jahre steigen.
Während der eine Teil der Weltkugel - die Industrieländer - vor
allem altert, bleibt der andere Teil - die Schwellenländer (außer
China) - vergleichsweise jung und nimmt an Bevölkerung weiter zu.
Dies verbunden mit einer steigenden Wirtschaftskraft führt dazu, dass
die Schwellenländer sich zu Wachstumsländern entwickeln. Staaten, in
denen der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung wächst,
profitieren davon, dass der produktive Teil der Bevölkerung deutlich
weniger wirtschaftlich abhängige Personen versorgen muss. Die Bürger
können mehr konsumieren, sparen und investieren.
Wachstumsprognose für Gesundheit und Umwelt
Aus diesen Entwicklungen prognostizieren die Autoren der Studie
für die kommenden Jahrzehnte weitreichende Nachfrageverschiebungen,
die sich beispielsweise im Bereich des Gesundheits- und Umweltsektors
manifestieren: Der Bedarf an Gesundheitsvorsorge steigt nicht nur
durch die quantitativ steigende Weltbevölkerung, es kommt auch zu
einem "qualitativen" Wachstum. Mit höherem Wohlstand nimmt der Konsum
von qualitativ höherwertigen Gesundheitsleistungen zu. So betrug der
Pro-Kopf-Verbrauch an Gesundheitsleistungen in den USA 2009 rund
8.000 US-Dollar pro Jahr, während er in China oder Indien nur bei
rund 265 US-Dollar bzw. 122 US-Dollar lag.
Mit höherem Wohlstand wird auch der Konsum rohstoffintensiver,
gleichzeitig rückt der Faktor Umwelt immer stärker ins Bewusstsein:
Gerade durch den Klimawandel wird Umweltschutz immer dringender.
Hinzu kommt, dass Faktoren wie die Einführung von
CO2-Emissionsrechten, steigende Rohstoffpreise oder der Klimawandel
als Unternehmensrisiko dazu beitragen, dass der Verbrauch von Umwelt
einen Preis bekommt. Umwelt selbst wird zum knappen Gut. Ressourcen-
und Energieproduktivität dürften bei der Erstellung von
Wirtschaftsgütern daher in Zukunft an Bedeutung gewinnen, so die
Autoren der Studie. Infolgedessen haben neue Energieformen bereits
mehr und mehr an Einfluss gewonnen. Bis 2050 werde dem World Energy
Council (WEC) zufolge die globale Energienachfrage um 45 Prozent
steigen und gleichzeitig der Anteil regenerativer Energiequellen von
derzeit circa 7 Prozent auf rund 30 Prozent anwachsen. Gleichzeitig
sollten wertvolle Rohstoffe aus Abfällen zurückgewonnen werden.
Weltweite Expertenrepräsentanz von Allianz Global Investors
Private Anleger, die an den Chancen des Megatrends Demographie
partizipieren möchten, können ihr Portfolio unter anderem mit den in
Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Fonds aus dem
Fondsuniversum von Allianz Global Investors entsprechend
international ausrichten. "Der Megatrend Demographie wird global und
über Jahrzehnte ablaufen, es empfiehlt sich daher ein langer Atem",
so Bruckner. Allianz Global Investors, der Asset Manager der Allianz,
verwaltet für Kunden Vermögen in allen wesentlichen Anlageklassen und
-regionen. Die Gesellschaft ist mit Experten an 23 Standorten
weltweit vertreten und deckt mit rund 700 Anlagespezialisten alle
wichtigen Finanz- und Wachstumsmärkte weltweit ab.
Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news
- Foto: Martin Bruckner ((C) Allianz, Abdruck honorarfrei) als JPG
- Pressemeldung als PDF
- Analyse "Investmentchance Demografie" als PDF
- Analyse "Demografische Zeitenwende" als PDF
- Analyse "Altersvorsorge im demografischen Wandel" als PDF
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Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus
dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel
durch Naturkatastrophen), der Entwicklung der Schadenskosten,
Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -
tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von
Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte
(z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten
Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst
werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US
Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die
Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu
aktualisieren.
Keine Pflicht zur Aktualisierung
Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser
Meldung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Bei der vorliegenden
Pressemitteilung handelt es sich um eine Marketingmitteilung. Die
vorliegende Marketingmitteilung stellt keine Anlageanalyse,
Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Insbesondere ist sie kein
Angebot und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von
Investmentfondsanteilen. Die Verkaufsprospekte sowie die Wesentlichen
Anlegerinformationen (Kundeninformationsdokumente) in deutscher
Sprache der in Österreich zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen
Investmentfonds von Allianz Global Investors können kostenlos bei
der Allianz Investmentbank AG, Hietzinger Kai 101-105, 1130 Wien
angefordert werden.
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