Ausländische Käfig-Eier - Gefahr für österreichische Freilandpioniere

VIER PFOTEN begrüßt Berlakovich-Plan zur Kennzeichnungspflicht

Wien (OTS) - Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN fordert eine klare Kennzeichnung von Fertigprodukten, in denen Eier enthalten sind. Denn seit dem Jahreswechsel sind herkömmliche Legebatterien zwar EU-weit verboten - doch kaum jemand hält sich daran. Nach Schätzungen der Geflügelwirtschaft werden in der EU zum Jahreswechsel immer noch etwa 100 Millionen Legehennen in 12 EU-Ländern in illegalen Käfigen gehalten. Die Vermarktung dieser illegal erzeugten Eier muss sofort verboten werden, fordert VIER PFOTEN. Ansonsten seien wirtschaftliche Probleme für die österreichischen Landwirte vorprogrammiert. In Österreich sind Legebatterien bereits seit 2009 verboten. Damit ist Österreich beim Schutz von Legehennen absoluter Spitzenreiter in der EU. Auch Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich hat sich für eine Kennzeichnungspflicht ausgesprochen.

"Wenn ausländische Billig-Eier in Kuchen, Mayonnaise und Fertigprodukten nach Österreich importiert werden, ist das Wettbewerbsverzerrung im großen Stil", kritisiert Helmut Dungler, Gründer und Stiftungspräsident der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. "Es kann nicht sein, dass unsere österreichischen Hühnerproduzenten jetzt dafür bestraft werden, dass sie seit Jahren in der EU die Vorreiterrolle in Sachen Tierschutz einnehmen." Eier aus heimischer Produktion sind für den Landwirt teurer, da die Umstellung auf Boden- oder Freilandhaltung hohe Investitionen erfordert hat. "Schon seit 2007 verkauft der Handel bei uns keine Käfigeier mehr, in der EU ist dies jetzt erst verboten. Auch gibt es in Österreich keine Kompromissvarianten, wie etwa die sogenannte "Kleingruppenhaltung"", betont Dungler. In der "Kleingruppenhaltung", wie sie z. B. in Deutschland erlaubt ist, leben 50 bis 60 Tiere gemeinsam in einem Käfig. Jede Henne hat dort nur einen Bierdeckel mehr Platz, als in den nun verbotenen Legebatterien.

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