LR Dobernig zieht erste Bilanz als Technologiereferent
Bereich Forschung, Technologie und Innovation wird weiter ausgebaut
Klagenfurt (OTS/LPD) - Zufrieden zeigt sich Landesrat Harald
Dobernig heute, Dienstag, über sein erstes halbes Jahr als
Technologiereferent des Landes Kärnten. "Kärnten hat im Bereich
Forschung, Technologie und Innovation eine sehr dynamische
Entwicklung zu verzeichnen. Dank zahlreicher Innovationen und
Forschungsleistungen der Kärntner Unternehmen und
Forschungseinrichtungen befinden wir uns mit einer Forschungs- und
Entwicklungsquote von 2,4 Prozent österreichweit auf Platz 3. Wir
haben die Aktivitäten in diesem wichtigen Bereich für die Zukunft des
Landes noch intensiviert. Ziel ist es, diesen Spitzenplatz durch die
Schaffung optimaler Rahmenbedingungen weiter zu festigen und
auszubauen", so Dobernig.
Erste Maßnahme nach der Übernahme des Technologiereferates Anfang
Juli 2011 war das Eingehen einer Kooperation mit dem
Mikroelektronik-Cluster, dem für die nächsten drei Jahre 240.000 Euro
zur Verfügung gestellt werden. Der Mikroelektronik-Cluster ist ein
branchenübergreifendes Netzwerk für Unternehmen aus der
Mikroelektronik, Elektronik und Mechatronik. Mitglieder im Cluster
sind sowohl weltweit agierende Leitbetriebe wie Infineon, Lam
Research oder Flextronics, als auch Klein- und Mittelbetriebe. "Über
40 Mitgliedsunternehmen bzw. -institutionen mit mehr als 7.000
Mitarbeitern aus einem der Stärkefelder des Wirtschaftsstandortes
Kärnten stellen eine wichtige Referenz für unsere
Technologiekompetenz dar", betont Dobernig.
Fixiert wurde auch die weitere Basisfinanzierung für die
Carinthian Tech Research AG in Villach. Die CTR ist mit rund 50
Mitarbeitern das größte anwendungsorientierte Forschungszentrum in
Kärnten und gehört als einziges Kärntner COMET K1-Kompetenzzentrum zu
den führenden Forschungsinstituten Österreichs. Nachdem bereits von
2008 bis 2011 über 3 Mio. Euro für die Teilnahme am COMET-K1 Programm
vom Land bereitgestellt wurden, werden auch für die nächste Phase von
2012 bis 2015 wieder jährlich 697.600 Euro zur Verfügung gestellt.
"Dieser Betrag kann sich noch erhöhen, wenn ein Bedarf an einer
weiteren Kofinanzierung von EU-Projekten besteht", erklärt der
Landesrat.
Nachdem durch die 2005 gestartete Breitbandinitiative Kärnten die
Basisinfrastruktur für Breitband-Internet für Kärnten geschaffen
wurde, wird nun der erfolgreiche und sogar europaweit ausgezeichnete
Weg fortgeführt. Im November 2011 wurde mit einer neuen Ausschreibung
gestartet, für die gemäß der Sonderrichtlinie des Bundes "Breitband
Austria Zwanzigdreizehn" in Kärnten 3,05 Mio. Euro zur Verfügung
stehen. "Priorität sind die Breitband-Internetinfrastrukturen im
ländlichen Raum, gefördert werden die Erweiterung bzw. Modernisierung
bestehender sowie der Aufbau neuer Breitbandinfrastruktur", so
Dobernig. Ziel sei die Verbesserung der Rahmenbedingungen in den
ländlichen Regionen, um der Abwanderung entgegenzuwirken und
Neuansiedlungen von Unternehmen zu ermöglichen.
Auch die Umsetzungsmaßnahmen zur FTI-Strategie "Kärnten 2020 -
Zukunft durch Innovation" wurden von der Landesregierung beschlossen.
Damit werden attraktive Rahmenbedingungen für Forschung,
Technologieentwicklung und Innovation geschaffen. Seit 2009 wurden in
Arbeitsgruppen unter Beteiligung des KWF, der
Industriellenvereinigung, der Landesholding und der zuständigen
Abteilungen des Landes fünf strategische Entwicklungsrichtungen mit
entsprechenden Maßnahmenpaketen erarbeitet. "Diese beziehen sich vor
allem auf Förderungsstrategien, innovative Forschungsinfrastrukturen
und optimal ineinandergreifende Kombinationen akademischer Angebote
und betrieblicher Nachfrage", verweist der Landesrat.
Eine weiterhin sehr gute Entwicklung macht der Klagenfurter
Lakeside Park mit seinem Schwerpunkt Informations- und
Kommunikationstechnologien. "Die Vorgaben bis 2015 wurden bereits
2010 erfüllt, die aktuellen Zahlen belegen die hervorragende
Auslastung. Der Park ist mit knapp 30 Unternehmen und weiteren 17
Unternehmen im Build! Gründerzentrum, die insgesamt über 1.000
Mitarbeiter beschäftigen, an seine Kapazitätsgrenze gestoßen. Noch in
diesem Jahr soll der weitere Ausbau beginnen", kündigt Dobernig an.
Mehrmals konnte sich der Technologiereferent in Villach ein Bild
von den Aktivitäten im technologischen und innovativen Bereich
machen. Im November 2011 konnten beim Innovationskongress,
Österreichs größter Innovationsveranstaltung, über 1.000 Unternehmer
und Führungskräfte zum Thema "Die Kunst der Innovation - von der Idee
zum Erfolg" begrüßt werden. Diese Veranstaltung wurde auch vom Land
Kärnten unterstützt. Im Sommer fand der Spatenstich zur Erweiterung
von Infineon statt, hier wird weiter in den Ausbau der
Fertigungskapazitäten sowie in Forschung und Entwicklung investiert.
Die Firma Lam Research baut ein neues Reinraumlabor, das heuer seinen
Betrieb aufnehmen wird.
Auch für den Technologiepark Villach, in den im August 2011 mit
der Firma Intel der weltweit größte Chiphersteller eingezogen ist,
wird gerade an der Weiterentwicklung gearbeitet. "Das 3-Säulen-Modell
aus Forschung, Bildung und Unternehmen ist die große Stärke des
Technologieparks Villach. Der Mix aus Unternehmen und Institutionen
aus dem Bereich Forschung und Entwicklung, der CTR AG sowie dem
Kompetenzzentrum für Automobil- und Industrieelektronik, bietet ein
innovatives Arbeitsklima. Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, wie
die ansässige Fachhochschule, ermöglichen Kooperationsprojekte und
Synergien", erklärt Dobernig. Die Entwicklung zu einem hochrangigen
Technologie- und Innovationsstandort gemeinsam mit Klagenfurt zähle
zu den nächsten Schritten.
(Schluss)
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